Handwerk Special Nr. 151 vom 30. Juli 2011 - page 17

Handwerk macht BUGA: Installation an ungewöhnlichen Orten
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Nr. 151
30. Juli 2011
Wärme auf Knopfdruck
Manche mögen’s heiß,
andere lieben’s cool,
die meisten fühlen sich
jedoch in einem ausgegli-
chenem Klima wohl. Dies
ist im „Bunten Klassen-
zimmer“ der BUGA 2011
im Werk Bleidenberg auf
dem Festungsplateau des
Ehrenbreitsteins garan-
tiert.
Das 1827 bis 1830 im Norden
der Festung Ehrenbreitstein
als defensives Pulvermagazin
gebaute Gebäude wurde als
geschütztes Kulturdenkmal in
die Denkmalliste des Landes
Rheinland-Pfalz aufgenommen.
ImVorfeldderBUGAführtehier
das mittelständische Heizungs-
und Sanitärunternehmen Mais
ausKoblenz alle Sanitärarbeiten
durch und installierte eine
moderne Pelletheizung. „Die
Herausforderung bestand darin,
die bestehenden alten Wände
durch eine ökologisch sinnvoll
gewählte Heizung trocken zu
halten“, so Heizungsbauermeis­
ter Friedhelm Göron.
Die Vorteile der Pelletheizung
sieht Göron unter anderem
„im hohen Wirkungsgrad des
Heizkessels von 93 Prozent und
der Umweltentlastung durch
die CO
2
-neutrale Heizform.
Holzpellets ermöglichen einen
ähnlich bequemen Heizbetrieb
wie ein Gas- oder Ölkessel bei
niedrigen Emissionen“, plädiert
er für die natürlicheWärmerzeu-
gung. ImPellet-Heizkessel läuft
alles automatisch ab: Luft- und
Brennstoffzufuhr werden über
Handwerk installiert neue Heizung in altes Gemäuer
Steckbrief: Mais Heizung – Sanitär, Koblenz
Gegr.1867 | 16Mitarb.(2Meister,2Lehrl.) | regen.Energienu.Beratung,Re-
paraturen,Wartung | Tel.:0261/810210 | E-Mail:
Willkommen
zum Tag des Handwerks
Am 4. Septem-
ber wird beim
Heimspiel der
Frauenbundes-
ligamannschaft
des SC 07 Bad
Neuenahr im
Apollinaris-Sta-
dion nicht nur
Fußball geboten.
Foto: Herzmann
I
nfos
Das Handwerk
des Ahr-Kreises,
die HwK Ko-
blenz und das
International
Wine Institute (IWI) in der Ahr-Akademie präsentie-
ren den Zuschauern vor und nach dem Heimspiel des
SC 07 gegen Essen-Schönebeck im Rahmen eines
Stadionfes­tes kulinarische Köstlichkeiten, kunstvolle
Frisuren und Kosmetik, Gewinnspiele und Beratung
zu allen Fragen rund um Aus- und Weiterbildung. Um
14 Uhr ist der Anstoß zum zweiten Heimspiel der Sai-
son durch die Weinköniginnen Mandy Großgarten und
Julia Bertram geplant. Das attraktive „Wein-Black-
Jack“-Spiel des IWI von Alexander Kohnen animiert
zu sensorischen Übungen, internationale Weine kön-
nen fachmännisch verkostet werden.
Gemeinsam mit den Spielerinnen des SC 07 führen die
Friseure aktuelle Trends der Haarmode vor. Wer durch
das Bundesligaspiel, den Wein und die Vorführungen
der Friseure Hunger bekommt, ist an den Ständen der
Bäcker- und der Fleischer-Innung richtig: Die Bäcker
bieten süße Köstlichkeiten und herzhafte Snacks, die
Fleischer zeigen, welche Geschmacks- und Gestal-
tungsvielfalt Wurst und Fleisch ermöglichen.
„Das Handwerk. Die Wirtschaftsmacht. Von neben-
an.“ ist modern und vielfältig und bietet für jede Be-
gabung hervorragende Karrierechancen.
Die Ahr-Akademie und die HwK-Ausbil-
dungsberatung unterstützen am 4. Septem-
ber im Stadion Jung und Alt bei Fragen zu
Ausbildung und Beruf.
... zu den Aktionen bei der Ahr-Akademie
der HwK Koblenz, Tel.: 02641/ 9148-114
eine Sonde gesteuert, die Bren-
nermodulationpasstdieLeistung
automatisch an die Heizlast an.
Haushaltskasse
entlasten
„Die Leistung, die eine Heizan-
lage erbringen muss, hängt vom
Heizwärmebedarf eines Hauses
und von den Nutzungsgewohn-
heiten seiner Bewohner ab. Der
Wärmebedarf berücksichtigt die
Isolierwerte der Türen, Fenster
und des Mauerwerks“, betont
Friedhelm Göron. Seit 1996 ist
der 48-Jährige gemeinsam mit
Lilli Weiler Geschäftsführer der
Firma Mais. Um Heizkosten zu
sparen, empfiehlt der Fachmann
eine regelmäßige Wartung der
Heizung. Dabei werden Kes-
sel- und Brennereinstellung
inspiziert, die Kesselflächen
gereinigt, sowie die zentralen
Regelungs- und Steuerungsein-
richtungen überprüft.
Veraltete Heizungen sind En-
ergieverschwender. Göron rät
zu modernisieren, „wenn der
Heizkessel älter als 15 Jahre
ist oder er mit konstant hohen
Vorlauftemperaturen betrieben
werden muss. Jeder Bauherr
muss bei der Installation eines
Heizkessels auf modernste
Brennwerttechnik setzen. So
werden das Heizbudget und die
Umwelt entlastet“, weiß der
Handwerksmeister. Er hat sich
bei der Handwerkskammer Ko-
blenz zumGebäudeenergiebera-
terqualifiziert.AlsDozentgibter
nun sein Fachwissen in Kursen
bei der HwK weiter und führt
Energieberatungen durch.
oder Abgasverluste von über
zehnProzent sind Indiziendafür,
dass die Heizung unwirtschaft-
lich arbeitet. Ein Kesseltausch
ist auch ratsam, wenn die Kes-
selwassertemperatur ständig
um 70 bis 80 Grad liegt und der
Brenner häufig amTag und auch
inderNacht anspringt.“DerHei-
zungsbauermeisterunterstreicht,
„dass die Haushaltskasse allein
durch effizientere Technik und
bewussten Einsatz von Energie
entlastet werden kann“.
Heizen
mit Sonne
Heizen mit erneuerbaren Ener-
gien ist für Göron auf dem Vor-
marsch. Er verweist auf das am
15. März 2011 vom Bundesum-
weltministerium neu aufgelegte
Marktanreizprogramm. Dabei
werden die Zuschüsse für Solar-
Werk Bleidenberg
am Kletterspiel­
platz, Festung
Ehrenbreitstein:
Damit’s im Bunten
Klas­senzim­mer
der Bundesgar-
tenschau Koblenz
warm und trocken
bleibt, haben die
Handwerker von
Mais eine Pellets-
heizung installiert.
In Planung, Kalkula-
tion und Ausführung
komplex: Heizungs-
bauermeister Fried-
helm Göron und
Mitgeschäftsführerin
Lilli Weiler vor den
technischen Zeich-
nungen für eine
Hausinstallation.
kollektorendeutlicherhöht. Sein
Tipp: Rechtzeitig vor Beginn
der Heizperiode 2011 zu inves­
tieren, sichert die Förderung
noch in diesem Jahr. „Wird bei
Neubau oder Modernisierung
die Solaranlage nicht gleich mit
installiert, sollte zumindest die
spätere Nachrüstung technisch
eingeplant werden“, rät Göron.
NachdemMotto „erst sehenwas
sich machen lässt, dann machen
wassichsehenlässt“,berätersei-
neüberwiegendprivatenKunden
individuell. Als Beispiel nennt
er die Renovierung eines Bades.
„Ich gehe vor Ort, höre dieWün-
sche der Kunden, schaue mir die
Gegebenheiten an. So bringen
sichereBäder ohneStolperfallen
Badespaß in jedem Alter. Und
selbst in einem nur wenige Qua-
dratmetergroßenRaumlässtsich
jeder Winkel nutzen“, weiß er.
„Beim Sparen hilft auch
eine sinnvolle Program-
mierung moderner Hei-
zungssysteme. Über ein
kleines Computerpro-
gramm lässt sich einstel-
len, dass die Heizung nur
dann läuft, wenn es wirk-
lich notwendig ist“, sagt
er. „Temperaturen über
20GradimHeizungsraum
1...,6,7,8,9,10,11,12-13,14,15,16 18,19,20,21,22,23,24
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