Handwerk Special Nr. 151 vom 30. Juli 2011 - page 19

Das Häuserbauen ist
schon seit 60 Jahren
wichtiger Bestandteil
im Leben der Familie
Angsten. Sogar für Film-
größen wie Curd Jürgens
und Maria Schell durften
sie zur Maurerkelle grei-
fen. Zwar ist das schon
über fünfzig Jahre her,
doch etwas ganz Beson-
deres bleibt es bis
heute.
„Als 1958 der Schinder-
hannesfilm im Hunsrück
gedreht wurde, erhielt mein
Vater Josef den Auftrag,
eine der Kulissen zu bauen“,
erinnert sich Rainer Angsten
an die Erzählungen seines
Vaters, der den Betrieb
1951 in Mittelstrimmig im
Kreis Cochem-Zell gegrün-
det hatte. Doch nicht nur
beim Kulissenbau spielten
die Angsten-Mitarbeiter da-
mals eine wichtige Rolle:
„Nachdem die Szenerie
fertig gestellt war, durften
sie als Komparsen mitspie-
len“, weiß Diplom-Ingeni-
eur für Architektur Rainer
Angsten.
Auchnachder„Filmkarriere“
stand das Unternehmen im
Rampenlicht, wie die Re-
ferenzliste, die im Internet zu
finden ist, beeindruckendbelegt:
Von schlüsselfertigen Wohn-
häusern (Neubau-, Umbau- oder
Sanierungsmaßnahmen) über
öffentlicheBauten undKirchen-
sanierungen bis hin zu Renovie-
rungen an Wallfahrtsorten wie
der Lourdesgrotte des Klosters
Engelport in Treis-Karden ist
alles dabei. „Der Bereich der
privaten Auftragsarbeiten über-
wiegt bei uns“, erzählt Rainer
Angsten,dervorseinemEinstieg
in das Familienunternehmen
1996 ein eigenes Architekturbü-
roführte.SeitdemerseinenVater
Josef in der Geschäftsführung
ablöste, bietet die Angsten Bau
GmbHnicht nur dieAusführung
von Bauvorhaben, sondern auch
dieArbeiten eines gewerblichen
Architekturbüros an.
Schon seit seiner Lehre ist Rai-
ner Angstens Sohn Hendrik aus
dem Betrieb nicht mehr weg-
zudenken. 2009 legte er seine
Meisterprüfung imMaurer- und
Betonbauerhandwerk bei der
HwKKoblenz ab.Während sein
Vater die Arbeiten im Architek-
turbüro übernimmt, ist er für die
DVS-Schweißen (G, E,
MAG/MIG, WIG) jederzeit
im BBZ Bad Kreuznach.
Unterricht mo bis do, 8-
16.45 Uhr, fr, 8-14.30 Uhr.
Infos & Anmeldung bei der
HwK-Weiterbildung:
E-Mail:
Vorhang auf für Wohnhäuser aus Meisterhand
19
Nr. 151
30. Juli 2011
„Meisterhaft“: Das Bau-Qualitätssiegel
Ein Innungsfachbetrieb, der das Meisterhaft-Qualitätssiegel mit
fünf Sternen führen darf, bietet meisterhafte Arbeit. Das Siegel
wird vom Zentralverband des Deutschen Baugewerbes verliehen.
Ökologisches Bauen, kontinuierliche Mitarbeiterschulung und ein
technologisch neuster Stand werden von externen Einrichtungen
regelmäßig alle zwei Jahre geprüft. Mehr zu den Voraussetzungen
für das Meisterhaft-Siegel unter
Fortbildung
DVS-Schweißen
Info-Tel.: 0261/ 398-521
Von der Skizze bis zum Schlüssel
Hunsrücker Bauunternehmen Angsten baut seit 60 Jahren Wohn(t)räume
Steckbrief: Angsten Bau GmbH, Mittelstrimmig
Gegr. 1951 | 5 Mitarb. (1 Meister) | Bauunternehmung und gewerb-
liches Architekturbüro | Tel.: 06545/ 1515 |
Abwicklung auf den Baustellen
verantwortlich. „Wir bieten un-
serenKundeneine sehr intensive
Betreuung. Dazu gehört, dass
auch bereits realisierte Bauob-
jekte besichtigt werden. Es ist
mir sehr wichtig, dass ein per-
sönliches Vertrauensverhältnis
besteht“, betont RainerAngsten,
der für die HwK Koblenz als öf-
fentlichbestellterundvereidigter
Sachverständiger für das Mau-
rer- und Betonbauerhandwerk
(Teilgebiete: Maurer, Beton- u.
Stahlbetonbau) tätig ist.
Regelmäßige Weiterbildungen
sind für Rainer und Hendrik
Angsten eine Selbstverständ-
lichkeit. Das spiegelt sich auch
in dem„Meisterhaft“-Siegel des
DeutschenBaugewerbesmitfünf
Sternen(sieheInfokasten)wider,
das die Hunsrücker Bauunter-
nehmung seit 2006 tragen darf.
„Wir wollen immer qualitativ
hochwertige Arbeit leisten“,
sind sich Vater und Sohn einig.
Für ihre Bauten setzen sie des-
halb zusätzlich seit zehn Jahren
auf den so genannten „Blower
Door“-Test,umdieLuftdichtheit
zu überprüfen. „Eine Qualitäts-
kontrolle, die wir uns selbst
auferlegt haben“, bekräftigt
Architekt Rainer Angsten.
Prüfung der Landmaschinenmechaniker
Für sieben Meisterschüler, die sich auf die Prüfung zum Land-
maschinenmechanikermeister vorbereiten, ging es vor kurzem
„heiß“ her. Bei einer Arbeitsprobe mussten sie unter anderem
ihre Fertigkeiten im Hartlöten von 2 mm-Stahlblech S 235 unter
Beweis stellen – eine Fähigkeit, die sie bei der Anfertigung des
Prüfungsstückes „Anhängerstützrad“ benötigen. Karl-Heinz
Buss (l.) und Rüdiger Imbschweiler (r.) vom Meisterprüfungs-
ausschuss der Landmaschinenmechaniker begutachteten die
Arbeiten der Meisteranwärter. Die kombinierte Fortbildung an-
gehender Kfz-Techniker- und Landmaschinenmechanikermeis­
ter, die in Kooperation zwischen der Kreishandwerkerschaft
Rhein-Nahe-Hunsrück und der HwK Koblenz berufsbegleitend
in Teilzeit im Berufsbildungszentrum BBZ) Bad Kreuznach
angeboten wird, ist bundesweit einmalig. Der nächste Meister-
vorbereitungskurs startet am 21. Oktober (s. S. 4).
Weitere Infos beim HwK-Berufsbildungszentrum Bad Kreuz-
nach, Siemensstraße 8, Tel.: 0671/ 894013-0, Fax: -888, E-
Mail:
Sind ein eingespieltes
Team: Architekt Rainer
Angsten (l.) und sein Sohn
Maurer- und Betonbauer-
meister Hendrik.
Foto aus den Anfangszeiten
von Angsten Bau: Mit reiner
Muskelkraft wurden damals
schwere Balken und Stahl-
träger emporgehoben.
Foto: privat
CNC-Fachkraft, Teil A, ab
10. September im BBZ Bad
Kreuznach. Der Unterricht
findet samstags von 8-15
Uhr statt.
Infos & Anmeldung bei der
HwK-Weiterbildung:
E-Mail:
Fortbildung
CNC-Fachkraft
Info-Tel.: 0261/ 398-415
Foto: privat
1...,8,9,10,11,12-13,14,15,16,17,18 20,21,22,23,24
Powered by FlippingBook