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Lehrlinge, die im Ausland

Erfahrungen sammeln

wollen, können sich bei der

HwK-Mobiltätsberatung

melden.

E-Mail

petra.laudemann@

hwk-koblenz.de

Jugendaustausch

Mobilitätsberatung

Info-Tel. 0151/551 632 50

Meister und Unternehmer

Seine guten Mitarbeiter,

globales Denken, ein

funktionierendes Netz-

werk und eine in sich

stimmige Akquise nennt

Tischlermeister Gert

Schumann als Erfolgs-

faktoren für seine beiden

Firmen unter einem Dach

in Altenkirchen.

Der 55-Jährige führt die Schuh-

mann Möbelwerkstätte und

die Schumann Project. Zur

Seite stehen ihm die beiden

Geschäftsführer,Tischlermeister

Axel Sturm und Bauingenieur

Jens Gewehr. „Beide haben die

Ausbildung bei uns absolviert“,

erzählt Schumann. Und er be-

tont: „Das Arbeiten mit uns ist

ein Gutes.“

Bereits 1890 wurde das Unter-

nehmen von Tischlermeister

Gustav Meyer in Altenkirchen

gegründet und inden60er-Jahren

unter den Namen Meyer und

Stolze fortgeführt. „Hier habe ich

meine Lehre absolviert. Herbert

Gert Schumann aus Altenkirchen setzt auf zwei Standbeine

Tischlermeister und Unternehmer: Ein Beispiel aus Altenkirchen

Nr. 208

29. April 2017

www.handwerk-special.de

20

Gert Schumann arbeitet eng mit Architekten zusammen. Das hat sich herumgesprochen. Ein von ihm ausgestattets Objekt steht in Neuseeland.

Tischlermeister Gert Schumann und sein junges Team.

StolzewarArchitekt und hat den

Betrieb in Richtung Gestaltung

ausgerichtet. Die gesammelte

Erfahrung fließt heute in unsere

Arbeit ein“, so Schumann. 1990

hat er seinen ehemaligenAusbil-

dungsbetrieb übernommen und

später am jetzigen Standort im

Altenkirchener Industriegebiet

neu angesiedelt. Die Zahl der

Mitarbeiter hat sich von acht auf

50 erhöht.

Gebündelte

Leistung

„Wir haben den Trend und Kun-

denwunsch nach mehr Komple-

xitätbeiderAuftragsentwicklung

erkannt. Seit 2005 bieten wir in

Ergänzung zu den Bereichen

Möbelbau und Innenarchitektur

sämtliche Gewerke aus einer

Hand, von der Planung bis zur

Endabnahme.“ Der Synergieef-

fekt verhindert Reibungsver-

luste zwischen den einzelnen

Gewerken. Bis zu 60 Projekte

werden parallel in den Bereichen

Objekteinrichtung abgewickelt.

Bauten imIn-undAusland tragen

die Handschrift der Schumann-

Unternehmen. Hochwertige

Arbeiten in den Öffentlichkeits-

bereichen und Penthouse-Woh-

nungen der Elbphilharmonie,

dem neuen Wahrzeichen der

Stadt Hamburg, gehören ebenso

dazu, wie dieKomplettsanierung

des Dominiums in Köln oder

der Innenausbau des Kolumba

Museums in der Domstadt und

einigen Schokoladenmuseen in

der Schweiz.

Neue Vorhaben sind im vollen

Gange. So sind bis zur für 2018

geplantenFertigstellung der Fir-

menzentrale eines der führenden

Dienstleister Deutschlands in

Frankfurt, noch 7.600 Quadrat-

meter Bürofläche auszustatten.

„Im Mittelpunkt unserer Arbeit

steht immer der Mensch. Die

Nähe zum Kunden und die Ko-

operation mit den Architekten

haben oberste Priorität. Hier

stehen wir für das Handwerk:

ehrlich, geradlinig und fair“,

betont Schumann.

Besuch

aus Finnland

Priorität hat bei ihm die Ausbil-

dung. Fast alleMitarbeiter haben

hier gelernt. „Der Westerwalder

ist sehr heimatverbunden und

identifiziert sich mit seinem

Betrieb. Das hat Auswirkung

auf die Leistungsbereitschaft

und die Fluktuation hält sich in

Grenzen.“ Derzeit sind Tommi

LehtikangasundSakariasHakala

aus Helsinki im Rahmen eines

Austauschprojekts der Mobili-

tätsberatung (mobira) der HwK

Koblenz mit dem finnischen

Berufsbildungszentrum Omnia

in der Möbelwerkstätte.

Die beiden 18-Jährigen werden

in ihrer Heimat zu Bauhandwer-

kernausgebildet unddurchlaufen

in der zweijährigen Lehrzeit un-

terschiedlicheGewerke.Vonden

„strukturiertenArbeitsabläufen“

und der Hightech-Ausstattung

der 3.000 Quadratmeter großen

Produktionsflächen sind die

jungen Finnen beeindruckt. Die

Tischlerlehrlinge Nicole Rex

und Robin Baum werden im

Gegenzug bald in finnischen

Betrieben zu arbeiten. „Unsere

Lehrlinge waren mit der mobira

bereits in Österreich, England

und Irland. Siekamen stets voller

Eindrücke zurück. Frühzeitig in

anderenLändernErfahrungenzu

sammeln, begrüße ich sehr und

sehe es auch als Ansporn für

die jungen Leute“, betont Gert

Schumann. Schon immer galt

für ihn, „das Handwerk braucht

Ideen,Weiterentwicklung, Fort-

setzung“. Hierauf basiert die

Unternehmensphilosophie.

Eine Stärke des Handwerksbetriebs ist der Innenaus-

bau – wie der Alte Saal des Theaters Heidelberg zeigt.

Möbel-Werkstätte Schumann, Altenkirchen

Gegr. 1890 | 50 Mitarbeiter | Möbelbau, Objekteinrichtung, 2005 Gründung

Schumann Project GmbH | Tel. 02681/ 9592-0 | www.

schumann-ak.de

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