Runder Tisch: Fleischer und HwK-Experten tauschten sich aus
Wo drückt der Schuh, was kann die Handwerkskammer mit
ihrem Beratungs- und Serviceangebot konkret für Betriebe
leisten, welche Herausforderungen kommen auf das Hand-
werk zu? Zum Meinungs- und Erfahrungsaustausch hat die
Handwerkskammer Koblenz Fleischer ins Zentrum für Ernäh-
rung und Gesundheit nach Koblenz eingeladen.
30selbstständigeFleischermei-
ster waren der Einladung zum
Gespräch gefolgt. Sie zeigten
sich nach dem zweistündigen
Austausch gut informiert und
beraten. Die Schwerpunkte in
den Bereichen „Betriebsbe-
ratung“, „Energieeffizienz“,
„Digitalisierung“, „Rechts-
beratung“ und „Aus- und
Weiterbildung“ wurden durch
HwK-Experten besetzt. Nach
15 Minuten wurden die Sta-
tionen gewechselt, so dass
alle Fleischer zu den einzelnen
Fachbereichen ihreFragenund
Hinweise loswerden konnten.
Auch die HwK-Spitze stand
Rede und Antwort: Präsident
Kurt Krautscheid und Hauptge-
schäftsführer Alexander Baden
gingen im Gespräch auf Wün-
sche, Fragen undMöglichkeiten
ganz im Sinne des Fleischer-
handwerks ein. Gerade die
Themen Nachwuchssicherung,
Betriebsübergabe oder Digitali-
sierung vonGeschäftsprozessen
vom Einkauf bis zur Bestellung
wurden immer wieder genannt.
Über die Veranstaltung hinaus
wurden Termine und Themen
zwischenden teilnehmendenBe-
triebsinhabernunddenHwK-Ver-
antwortlichen vereinbart: An Ort
und Stelle wird nun analysiert
und gemeinsam an Lösungen
gearbeitet. „Wir haben diese
Rundtischgesprächeeingeführt,
um Informationen vom Fach-
handwerk aus erster Hand zu
erhalten und ganz ungefiltert
zuhören,woderSchuhdrückt“,
nennenKrautscheid undBaden
die Motive für diese Form des
Erfahrungsaustausches.
Zur Premiere wurden die
Fotografen eingeladen, nun
folgten die Fleischer, die an-
schließend zum gemeinsamen
Fototermin mit einer Schürze
samt selbstbewusstem Slogan
„Ich bin Fleischer. Ich kann
das!“ zusammen fanden. Der
„runde Handwerkertisch“
bei der HwK wird Gewerke
spezifisch fortgesetzt. Am
7.
November
findet er für
Bäcker
und Konditoren
statt, am
23.
Gesundes Handwerk
Im Rahmen des Pro-
jektes „Handwerk vital
& demografiefest“ der
Handwerkskammer
(HwK) Koblenz setzte die
Schreinerei Christ aus Di-
ckenschied eine der Anre-
gungen in die Tat um: Sie
organisierte für ihre Mitar-
beiter einen Betrieblichen
Gesundheitstag.
Schwerpunkt der Veranstaltung
war dasThema „Rückengesund-
heit“, das in einem dreiteiligen
HwK-Projekt: „Rückentag“ bei Schreinerei Christ
Handwerk vital & demografiefest / HwK im Dialog mit Betrieben
Nr. 208
29. April 2017
www.handwerk-special.de18
November
für
Maurer undBe-
tonbauer
sowie
Stuckateure
.
Infos und Anmeldemöglichkeit
bei derHwK,Tel. 0261/398-243,
erika.leyh@hwk-koblenz.deInformationen aus ers-
ter Hand holten sich 30
Fleischermeister bei der
HwK Koblenz, die zum
Erfahrungsaustausch
eingeladen hatte.
„Ich bin Fleischer. Ich kann das!“ lautet die selbstbewusste Botschaft auf den Schürzen von 30 Fleischermeistern der HwK-Infoveranstaltung.
Programm von Holger Ritter,
Sportwissenschaftler bei der
AOK, beleuchtet wurde. Bei
einem Balance-Test erhielt
jeder Mitarbeiter zunächst eine
individuelle Auswertung sei-
ner Gleichgewichtskoordina-
tion, ausgedrückt durch einen
prozentualen Punktwert. Der
Test gab Rückschlüsse auf die
Gleichgewichtsfähigkeit sowie
die Qualität der muskulären
Ansteuerung der für die Ge-
lenkstabilität extrem wichtigen
Tiefenmuskulatur.
Ein gemeinsames Mittagessen
in der Werkstatt bildete an-
schließend den Auftakt zu einer
Unterweisung über den Aufbau
derWirbelsäule, Bedeutung und
Funktion von Muskulatur und
Bindegewebe. Probleme damit
sind häufig Gründe für Rü-
ckenbeschwerden, die heute 90
Prozent der krankheitsbedingten
Fehltage ausmachen.
Unter Anleitung des AOK-Ge-
sundheitstrainers ging es danach
zurPraxis.Kurzerhandwurdedie
Werkstatt in ein Fitness-Studio
umfunktioniert. Weitere Infos
bei der HwK Koblenz, Projekt
Hvd, Tel. 0671/894013-812
oder dr-lothar.greunke@hwk-
koblenz.deMit einfachen Übungen direkt neben dem Arbeitsplatz
lässt sich unter anderem die Rückenmuskulatur stärken.




