Obermeister Paul Ger-
hard Wagner übergab die
Führung der Innung für
Sanitär-, Heizungs- und
Klimatechnik im Kreis Bad
Kreuznach an Simon Hen-
kel. Er hat sein Amt zehn
Jahre engagiert und moti-
viert wahrgenommen. Dafür
dankt ihm das Handwerk.
Dem neuen Obermeister zur
Seite steht Thomas Lang-
guth als Stellvertreter.
Infos über die Innung und
Kreishandwerkerschaft
Rhein-Nahe-Hunsrück:
Neue Generation
Wechsel an der Spitze
des SHK-Handwerks
Ziel: Motivierte Lehrlinge
„Motivierte Lehrlinge für
das Handwerk zu finden“,
sieht Installateur- und
Heizungsbauermeister
Simon Henkel aus Bad
Kreuznach als eine He-
rausforderung, der er sich
gern stellt.
Der 36-jährige Unternehmer
ist der neue Obermeister der
Innung für Sanitär-, Heizungs-
und Klimatechnik im Kreis Bad
Kreuznach. „Wer sich nicht
engagiert, kann auch nichts än-
dern“, ist er überzeugt. Er setzt
darauf, auf Ausbildungsmessen
und in Schulen für seinen High-
tech-Beruf zu werben. „Damit
sollte man sogar im vierten
Schuljahr beginnen, wobei man
den emotionalen Faktor nicht
außer Acht lassen darf. Nur wer
für sein Handwerk brennt, kann
auch andere dafür begeistern.
Junge Leute haben dafür eine
feine Antenne“, sagt er.
Der Inhaber eines Heizung- und
Sanitärbetriebesweißaus seinem
Tagwerk, dass Handwerkern
oft Vertrauen und Offenheit
begegnen, die über den Beruf
hinausgehen. „Unser Hauptge-
schäft ist dieWartung undRepa-
ratur imHeizungs-, Sanitär- und
Lüftungsbereich. Wir sind eng
Simon Henkel ist Handwerksunternehmer und Obermeister
Henkel vorm. Kleinz, Bad Kreuznach
Gegr. 2003 | 14 Mitarbeiter | Heizung, Sanitär, Lüftung, Kundenservice
Tel. 0671/ 796 756 41 |
www.henkel-kleinz.deNUR WER FÜR SEIN HANDWERK
BRENNT, KANN AUCH ANDERE
DAFÜR BEGEISTERN. JUNGE
LEUTE HABEN DAFÜR EINE
FEINE ANTENNE.
Simon Henkel, Obermeister
Neue, engagierte Meister in den Ehrenämtern des Handwerks
Nr. 208
29. April 2017
www.handwerk-special.de11
“
“
Simon Henkel, neuer
Obermeister der SHK-In-
nung des Kreises Bad
Kreuznach, hat sich ei-
niges vorgenommen.
beim Kunden am Ort, offen und
ansprechbar. Da hört man schon
mal Familiäres. Auch das ist
Verantwortung, die menschlich
ist. Verantwortung ganz anderer
Art, aber wichtig, weil es um
Menschen geht. Unser Name
steht für individuelle Beratung
und Zuverlässigkeit, aber auch
für Aufrichtigkeit und Fairness.
Darauf bin ich stolz“, so Simon
Henkel.
Berufsethos und das Bewusst-
sein zur großen Familie des
Handwerks zu gehören, strahlt
der junge Obermeister auch
bei Zusammenkünften mit den
65 Mitgliedsbetrieben seiner
Innung aus. „Es kann doch nicht
sein, dass in 70 Prozent der Fa-
milien nur Abitur und Studium
für den Nachwuchs als Zu-
kunftsperspektive zählen. Unser
Handwerk muss noch mehr für
den Imagewandel tun und sich
leistungsorientiert und effizient
darstellen. Gerade Abiturienten
können mit dualen Studiengän-
gen im Handwerk Fuß fassen“,
appelliert er. Simon Henkel
verweist auf eine Initiative der
Innung für Lehrlinge zusätzlich
zum Berufsschultag weitere
Workshops und Infoveranstal-
tungen durchzuführen, um sie
aufdasgroßeAufgabenspektrum
derAnlagenmechaniker fürSani-
tär- Heizung- und Klimatechnik
vorzubereiten. Das werden auch
Schulungen von Herstellern
sein, um die rasante technische
Entwicklung anneustenGeräten
praxisnah zu demonstrieren.
„Die klassischen Berufe Gas-
und Wasserinstallateur und
Heizungs- und Lüftungsbauer
wurden 2003 in der Ausbildung
zumAnlagenmechaniker zusam-
mengefasst, was natürlich mehr
theoretisches und praktisches
Fachwissenerfordert“, erklärt er.
Als Mitglied des Gesellenprü-
fungsausschusses Rhein-Na-
he-Hunsrück liegt SimonHenkel
die qualitativ hochwertige Aus-
bildung besonders am Herzen.
Er bildet selbst regelmäßig aus.
Zurzeit gehören vier Lehrlinge
zum Team.
Simon Henkel ist seit 2003
selbstständig. Damals gründete
der Jungmeister seinen eigenen
Betrieb in Hochstätten/Pfalz
und erfüllte sich damit einen
Traum. 2008 führte er den Be-
trieb mit dem mittelständischen
UnternehmenKleinzzusammen,
und seit 2012 ist er in einem
neuen Geschäftsgebäude in Bad
Kreuznach ansässig. Hier deckt
er die gesamte Bandbreite der
Fachbereiche Heizungsbau,
Sanitär, Solar sowie weitere
regenerative Energien ab. „Wir
sindbreit aufgestellt undkönnen
kundenspezifisch agieren und
reagieren“, sagt er.
Betritt man das moderne Büro-
gebäude fällt die Wand mit den
Porträtfotos allerMitarbeiter ins
Auge. „Das hat mit Wertschät-
zungundAchtungmeinesTeams
zu tun. Nur gemeinsam können
wir die Aufgaben stemmen“,
betont der Chef.
Mitarbeiterführung ist für Simon
Henkel sehr wichtig. Die Kolle-
gen sollen sich mit dem Betrieb
identifizieren. Das können sie
nur, wenn sie sich auch wohl-
fühlen. Sowundert es nicht, dass
auch gemeinsame Ausflüge und
sportlicheAktivitätenunternom-
men werden.
In einem Fotoalbum im Ein-
trittsbereich des Unternehmens-
gebäudes sind die schönsten
Augenblicke festgehalten. Für
denUnternehmer SimonHenkel
schließt sich hier der Kreis mit
der Verantwortung im Hand-
werk, nach außen und nach
innen.




