Sie bringt Farbe ins Leben
In Bassenheim, im Land-
kreis Mayen-Koblenz,
lebt und arbeitet Maler-
und Lackierermeisterin
Sandra Wilhelm. Und sie
sagt, dass es für sie kei-
nen schöneren Beruf gibt.
„Ich bin glücklich mit dem, was
tue. Abends kann ich sehen, was
ich am Tag geschafft habe“, er-
klärt die 49-Jährige. Man glaubt
der tatkräftigen Frau, dass sie
ihr Handwerk mit Seele und
Leidenschaft ausübt. Ihre fast
ausschließlich privaten Kunden
wissen das zu schätzen.
Sandra Wilhelmi bietet alle an-
fallenden Malerarbeiten an, von
anspruchsvollen Innenarbeiten
bis zur Fassadengestaltung.
Selbst sieht sie sich als ein „Spit-
zenwagen“ unter den Malern
und begründet dies vor allem
mit der ihr eigenen Akribie. Das
Tagwerk beginnt für sie meist
schon vor der vereinbarten Zeit.
Kunden warten zu lassen, ist
nicht ihre Art. Jeder Pinselstrich
sitzt. „Wir Frauen haben doch in
derRegel einbesonderesGespür
für Farben und Formen.“
Die Maler- und Lackierermei-
sterin hinterlässt eine akkurat
neu gestaltete und perfekt auf-
geräumte Wohnung. „Ich kann
immer wieder kommen. Jede
Tür wird geöffnet sein“, sagt
Für Sandra Wilhelmi gibt es keinen schöneren Beruf
Sandra Wilhelm, Bassenheim
Gegr. 2004 | 1 Mitarbeiter | Kreative Wandgestaltung, Fassaden, Wärme-
dämmung | Tel. 02625/ 953 682 |
malerbetrieb.wilhelm-s@t-online.de.WIR FRAUEN HABEN EIN
BESONDERES GESPÜR
FÜR FARBEN UND FORMEN.
Sandra Wilhelmi,Malermeisterin
Starke Frauen im Handwerk: Porträt und Jubiläumsveranstaltung
Nr. 208
29. April 2017
www.handwerk-special.de6
“
“
Landesverband feiert 25. Jubiläum
Wissen vermitteln,
Kompetenz zeigen und
Kommunikation leben
– diese Ziele haben
sich die Unternehmer-
frauen im Handwerk
(UFH) auf die Fahne
geschrieben.
Die Unternehmerfrauen för-
dern die Aus- und Weiterbil-
dung ihrer Mitglieder und ent-
wickelndasFührungspotenzial
der Frauen im Handwerk. Im
Mittelpunkt der Arbeit stehen
der Informations- und Erfah-
rungsaustausch untereinander
sowie die Zusammenarbeit
mit anderen europäischen
Netzwerken und der Politik.
Unter der Dachorganisation
des Bundesverbandes sind die
UFH auch auf Landesebene
vertreten. Der Landesverband
Rheinland-Pfalz feiert dieses
Jahr sein25-jährigesBestehen.
Am 12. und 13. Mai findet
im Zentrum für Ernährung
und Gesundheit (ZEG) der
Handwerkskammer (HwK)
Koblenz eine Jubiläums-Ver-
anstaltung statt, bei der die
Staatssekretärin des rhein-
land-pfälzischen Wirtschafts-
ministeriums, Daniela Schmitt
zu Gast sein wird. Gemeinsam
mit dem Präsidenten der HwK
Koblenz, Kurt Krautscheid
nimmt sie an einermoderierten
Gesprächsrunde teil.
Rainer Brüderle, Wirtschafts-
minister Rheinland-Pfalz a.D.,
der den Landesverband am 15.
Oktober 1992 gründete, hält
die Festrede. Am folgenden
Tag beschließt ein Bildungs-
kongress die Feierlichkeiten.
Spannende Impulsvorträge,
wie etwa „Digitales Handwerk
– Chancen richtig nutzen“ von
ChristophKrause,Kompetenz-
zentrum Digitales Handwerk
der HwK Koblenz, runden die
Veranstaltung ab.
Informationen zu den Unter-
nehmerfrauen im Handwerk
bei der HwK Koblenz unter
0261/398-257 oder via Inter-
net
www.bv-ufh.de.
Maler- und Lackierermeisterin Sandra Wilhelmi hat sich einen sehr guten Ruf erar-
beitet. Bekannt geworden ist sie für ihr besonderes Gespür für Präzision.
Auch die Fassaden von historischen Gebäuden tragen
die Handschrift der Maler- und Lackierermeisterin.
sie. Sandra Wilhelm weiß, dass
sich schlechte Arbeit gerade
im ländlich geprägten Raum
besonders schnell herumspricht,
aber auch gute. Davon lebt
die Handwerksunternehmerin.
Ausschließlich Mund zu Mund
Werbung beschert ihr ein volles
Auftragsbuch. Private Kontakte
führten die Malermeisterin im
vergangenen Jahr beruflich in
die Schweiz. „Am Genfer See
hat sie in einemEinfamilienhaus
900 Quadratmeter Decken- und
Wandfläche mit unterschied-
lichen Farbanstrichen versehen
und 31 Fenster lackiert.
„Es waren sechs tolle Wochen“,
erzählt sie. Voran gingen al-
lerdings zu einige zu klärende
organisatorische Fragen, wie
beispielsweise die Beschaffung
einer Arbeitserlaubnis. Sandra
Wilhelm lobt die Außenwirt-
schaftsberatungderHandwerks-
kammer (HwK) Koblenz. „Wir
haben mehrere Anträge zusam-
men ausgefüllt. Ichwar sehr froh
über die kompetenteHilfe. Alles
lief schnell und unkompliziert“,
lobt sie den Service der HwK.
Auslandserfahrung
in Paris gesammelt
Auslandserfahrung konnte sie
bereits in Teamarbeit mit dem
Koblenzer Malerkollegen Mi-
chael Meinhold sammeln. „Wir
haben für das Grand Hotel Nou-
velOpera inParisMusterzimmer
mit Stuckleiste angelegt. Der
Auftrag für die Gestaltung der
176 Zimmer ging dann nicht an
uns, aber die Erfahrung war es
wert“, erinnert sie sich. Auch
auf andere gelungene Objekte
vor ihrer Haustür kann sie ver-
weisen. So trägt die Fassade am
Rathaus von Bassenheim ihre
Handschrift. „Es ist schön, wenn
Menschen stehenbleiben und
sich daran erfreuen. Man selbst
hat das Gefühl, dass etwas von
einem selbst bleibt, zumindest
Jahrzehnte“, philosophiert sie.
Mindestens zehn Jahre möchte
sie noch den Pinsel schwingen,
Fußboden verlegen und andere
kreative Dienstleistungen an-
bieten. Riesenschnauzer Pascha
hält sie privat auf Trab und
sorgt dafür, dass sie körperlich
fit bleibt.




