Meyer-Brüder lieben’s bunt
Über Arbeit können sie
sich nicht beklagen. Es
bedarf keiner besonderen
Werbung. Zufriedene
Kunden empfehlen sie
weiter. Die Auftragsbü-
cher sind gefüllt. Seit
2002 sind die Maler und
Lackierer Kay und Rü-
diger Meyer aus Ander-
nach selbstständig.
Tapezierarbeiten, Fassaden-
gestaltung, Putzarbeiten und
Trockenausbau gehören zum
Kerngeschäft der Brüder. Wäh-
rend der 48-jährige Rüdiger
Meyer überwiegenddenprivaten
Kundenstamm betreut, ist sein
siebenJahre jüngererBruderKay
Ansprechpartner für kommunale
und gewerbliche Auftraggeber.
Fragt man die beiden Handwer-
ker nach ihrem Erfolgsrezept,
so kommt die Antwort spontan.
Andernacher Malerbetrieb verbindet Ideen und Gefühle
„Der Beruf ist unser Hobby.Wir
haben Spaß an der Arbeit und
schauen nicht auf die Uhr. Jeder
Kundenwunsch ist machbar.“
Als Rüdiger und Kay Meyer
sind sie erst seit 2012 in die
Handwerksrolle der Hand-
werkskammer (HwK) Koblenz
eingetragen. Ihr einstiger Partner
und Betriebsmitgründer, Ma-
lermeister Dirk Wolf, hat sich
zurückgezogen und für Rüdiger
Meyer trat die Altgesellenrege-
lung in Kraft.
Zusätzlich hat er bei der HwK
KoblenzdenAusbildereignungs-
schein erworben, umLehrlingen
sein Wissen weiter zu geben.
„Wir leben für unser Handwerk
und schätzenes, Entscheidungen
eigenständig zu treffen. Ein Zu-
rück aus der Selbstständigkeit in
einAngestelltenverhältnis stand
für uns nicht zur Disposition.“
Mit Leidenschaft und Farbe gestalten / Meisterprüfung „live“
Nr. 208
29. April 2017
www.handwerk-special.de8
Ein Malerherz
für Kinder
Jeder Auftrag ist für die Chefs
und ihr 13-köpfiges Team eine
neue Herausforderung. Wenn es
aber wie vor fünf Jahren um die
Innengestaltung des Neubaus
vom Marienhaus Klinikum St.
Elisabeth Neuwied und der Kin-
derstationgeht, sindneben Ideen
und handwerklichem Können
auchHerzblut undGefühl dabei.
„Meine Tochter Leonie ist hier
als Frühchen zur Welt gekom-
men und aufgepäppelt wurden.
Das schafft den besonderen
Bezug“, so Kay Meyer. Pastelle
FarbtöneundgraphischeFormen
bestimmendieWandgestaltung.
„Durch die freundliche und di-
daktischhochwertigeGestaltung
wird eine positive und ange-
nehme Atmosphäre geschaffen,
die hilft, von der Krankheit
abzulenkenunddieGenesungzu
unterstützen“, erklärt er.
Zurzeit steht der zweite Teil der
Sanierungsarbeiten in der Kind-
erstation an. NachdenVorgaben
des Klinikums und gemeinsam
mit einer Künstlerin geben die
Handwerker den Räumen ein
kindgemäße Gestaltung. Die
Farbgebung unterstützt die
Raumwirkung. Farbakzente
werden bewusst gewählt, um
eine Überreizung zu vermeiden.
Decken- und Fußbodenfarbe
fügen sich harmonisch in das
Konzept ein.
„Im Privathaushalt erlebt die
Tapete ihr Comeback. Ob als
Vinyl-, Papier- oderMetalltapete
spielt sie bei Renovierungsar-
beiten wieder eine Hauptrolle.
Die Angebotspalette reicht von
floral bis grafisch, vondezent bis
knallig. Der Einrichtungsstil be-
einflusst die Wahl“, geht Meyer
auf Einsatzmöglichkeiten ein.
DieAndernacherMalerwerkstät-
te überzeugt durchVielseitigkeit
undKreativität. „Wir suchenuns
die Aufträge nicht aus. Obwohl
wir uns auf Großprojekte kon-
zentrieren möchten, lackieren
wir auf Wunsch eine Tür und
renovieren Omas Küche. Die
Dankbarkeit der Kunden treibt
uns immer wieder zusätzlich
an“, freuensichdieMeyerbrüder.
Kreatives Brüderpaar: Kay (rechts) und Rüdiger Meyer.
Malerwerkstätte Meyer&Meyer, Andernach
Gegr. 2002 | 13 Mitarbeiter | Fassaden, Wärmedämmung, Trockenbau |
Tel. 0178/ 2602760 |
www.malerwerkstättemeyer.deDie Verbin-
dung aus
handwerk-
lichem Kön-
nen, künst-
lerischer
Gabe und
Einfühlver-
mögen sind
bei Aufträ-
gen gefragt,
wenn es
beispiels-
weise um
die Innen-
raumgestal-
tung einer
Kinderklinik
geht.
Maler und Lackierer auf Meisterkurs
Hochkonzentriert, jeder
Handgriff muss sitzen,
die Uhr im Blick ... eine
Meisterprüfung ist kein
Kindergeburtstag! Wenn
dann die acht Absol-
venten dennoch ein ent-
spanntes Lächeln finden,
spricht das für die ange-
henden Meister.
„Es sieht ganz gut aus“, verrät
Mario Odenthal aus Troisdorf
bei Bonn. Dort leitet der
Vater den Familienbetrieb,
den Mario als Meister über-
nehmen wird. Fünf Tage von
früh bis spät wird im Rahmen
der Meisterprüfung gearbei-
tet. Verschiedene Techniken,
Schaustücke, theoretische wie
auch praktische Herausforde-
rungenmüssengelöstwerden–
nicht nur mit Pinsel und Farbe.
Gestaltung oder Kalkulation
zählen ebenfalls dazu.
Mehr Infos zur HwK-Mei-
stervorbereitung im Maler-
handwerk unter 0261/398-
314, margit.clemens@hwk-
koblenz.deHochkonzentriert: Aron Neuroth aus Stahlhofen (Ww.)




