Willi macht Ernst EineExtraportionHumor hielt vorKurzem Einzug inFachbach, als das TeamderNoll Werkstätten GmbH die neuen Auszubildenden, darunter Dirk Zimmer, begrüßte. Als eine Hälfte des Comedy-Duos „Willi undErnst“versteht esderSchauspieler und Büttenredner bestens, sein Umfeld zu unterhalten. Die Entscheidung, imAlter von 53 Jahrennoch einmal einenBeruf vonder Pike auf zu lernen, warwohlüberlegt. „Als Schauspielermöchte ichmichdienächsten Jahre auf das konzentrierendürfen,was ich liebe–Willi undErnst‘.DieAusbildung im Handwerk soll mir als zweites Standbein eine alternative Sicherheit für die Zukunft geben. Für das Tischlerhandwerk habe ich mich entschieden, da mir die Arbeit mit Holz schon immer viel Freude bereitet hat“, berichtet derNachwuchshandwerker. „Als Künstler entscheidet das Publikum, ob man oben oder unten ist – und das ist gut so. Die Suche nach neuen Gags und witzigenSituationen ist nie abgeschlossen. Ein Tisch hingegen ist irgendwann fertiggestellt und steht für bleibende Qualität und Wertigkeit.“ Die perfekte Bühne für den Start ins Handwerk fand Zimmer vor wenigen Wochen bei den Noll Werkstätten. Ihn überzeugte insbesondere die Kombination aus klassischer Handwerksarbeit und computergestützter Fertigung sowie das breiteLeistungsspektrum, dasbeiNoll vom Innenausbau über die dazugehörigen Planungsleistungen bis hin zumVertrieb von Systemmöbelnreicht.Hier arbeiten56Mitarbeiter, darunter Tischler, Architekten, Holztechniker undvieleweitereExperten, Hand in Hand unter einem Dach zusammen. VomBundeskanzleramt in Bonn bis zum rheinland-pfälzischen Landtag weist die Historie des 1954 gegründeten Unternehmens viele hochkarätige Projekte auf. Daran knüpfen aktuelle Aufträge nahtlos an, etwadie innenarchitektonischePlanung des ehemaligen Ibis-Hotels inKoblenz zur Hauptstelle der VR Bank RheinAhrEifel eG oder der Ausbau des Hochhauses am Wöllershof für die Sparkasse Koblenz. Auch in der Konstruktion und Fertigung der Innenausstattung von Mega-Yachten ist derBetriebdamalswie heuteSpezialist. Der hohe Qualitätsanspruch spiegelt sich gleichermaßen in der Nachwuchsförderung wider. „Wir bilden mit dem Ziel aus, unsere Fachkräfte der Zukunft zu gewinnen“, erklärt der ebenfalls 53-jährige Geschäftsführer Jürgen Keiper. „Das Berufsbild ist im Laufe der Jahre immer komplexer geworden. Neben der handwerklichenArbeit ermöglichenheute neue Technologien, CNC-Maschinen und 3D-Vermessungen vieles, was früher undenkbar war. Das macht die Ausbildung sehr vielseitig und anspruchsvoll.“ Keiper ist überzeugt: „MitDirkZimmer hat das Handwerk einen großen Befürworter gewonnen.“ „Bei aller Liebe zum Humor darf die Ernsthaftigkeit bei der Arbeit nicht auf der Strecke bleiben“, sind sich die beiden einig. Und doch: „Als Willi möchte ich die Menschen bei Facebook mit auf meine Reise nehmen, meine Begeisterung weitergeben und ihnen das Tischlerhandwerknäherbringen“, kündigt Zimmer an. Während „Willi“ auf der Bühne also weiterhin eine Pointe nach der anderen landen wird, lässt Dirk Zimmer künftiganderWerkbankdieSpäne fliegen. Kontakt: Noll Werkstätten GmbH Tel. 02603 933 80 www.innenausbau- koblenz.de www.facebook.com/ williundernst Zwe Zweite Karriere im Handwerk Letztes Jahr wäre der angehende Tischler Dirk Zimmer (Bericht links) der älteste „neue“ Auszubildende im Bezirk der Handwerkskammer (HwK) Koblenz gewesen. 2026 findet er sich in guter Gesellschaft … … denn er wird von zwei Lehrlingen in puncto Lebenserfahrung übertroffen, darunter eine Auszubildende im Bäckerhandwerk.DenerstenPlatzbelegt JörgKuschmierz (kleinesBild, 2. v. r.). Seit Kurzemgehört der pensionierte Berufssoldat, der im IT-Bereich tätig war, zum Team der Schreinerei Rönnefarth in Dernau. Schon immer fand der 56-Jährige Gefallen an der Arbeit mit Holz. Als ausgelernter Tischler, so seinWunsch,möchte er an spannenden Projektenmitwirken, die ihnbegeistern. Bei einemBesuch vonMichael Ebling (r.), rheinland-pfälzischerMinister für Wirtschaft, Tourismus, Energie und Klima, tauschte sich der Lehrling mit (v. l.) HwK-Hauptgeschäftsführer Ralf Hellrich sowie seinem Chef Maik Rönnefarth über den Fortschritt des Wiederaufbaus im Ahrtal aus. Künftig ist Kuschmierz Teil des Handwerks, das tatkräftig anpackt und die Zukunft der Region mitgestaltet. 09 Der Schauspieler und Büttenredner Dirk Zimmer (im Bild links), auch bekannt als Teil des Comedy-Duos „Willi und Ernst“, schlägt ein neues berufliches Kapitel auf. Vor wenigen Wochen begann er die Ausbildung zum Tischler. Jürgen Keiper, Geschäftsführer der Noll Werkstätten, sieht in ihm eine Bereicherung für das Handwerk.
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