Fragt man die KI ... welche Berufe durch ihre Anwendung gefährdet sind, werden Buchhalter, Mathematiker oder Programmierer genannt. Ganze Berufsfelder sind im Wandel und auch im Handwerk spielt KI eine – durchaus positive! – Rolle. Denn die Künstliche Intelligenz ist Teil des handwerklichen Werkzeugkoffers. Doch im Gegensatz zu vielen anderen Tätigkeiten sitzt sie nicht am Schreibtisch, denn sie kann händisches Arbeiten nicht ersetzen. Diese Gedanken beschäftigen offensichtlich auch viele junge Menschen, die sich entscheiden müssen, wohin ihre berufliche Zukunft führt. Die Zahlen neu abgeschlossener Ausbildungsverträge steigen nun schon das dritte Jahr in Folge und wir hören immer öfter, dass Handwerk Sicherheit wie auch Zufriedenheit bietet. Das greifen wir in der aktuellen Ausgabe auf, die der Ausbildung gewidmet ist. Wir stellen Jugendliche und ihre Wege ins Handwerk vor, fragen nach ihren Erfahrungen und Zielen. Das sind authentische Informationen aus erster Hand. Sie sollen motivieren und zum Nachdenken anregen. Denn in wenigen Wochen beginnt ein neues Ausbildungsjahr und mit Blick auf unsere Lehrstellenbörse und deren 770 freie Plätze bietet das Handwerk genau das, was viele suchen: sichere wie abwechslungsreiche Berufe, die Spaß machen und Erfüllung bringen. Ich zitiere an dieser Stelle gerne Christine Vogel, die als Profi-Musikerin nun eine Ausbildung als Elektronikerin absolviert: „Ich wollte etwas Praktisches machen, etwas Nachhaltiges von Bestand. Hört der Musiker auf zu spielen, ist die Musik verklungen.“ Ein interessanter Ansatz in der Fragestellung: Was bleibt von dem, was ich schaffe, welche Arbeit hat langfristig Bestand? So wie sie stellen wir viele Jugendliche und ihre Ausbildungsbetriebe vor. Das sind interessante wie lesenswerte Geschichten, manchmal mit ganz überraschender Story. So im Fall von Tischlerin Leonie Bothe. Sie wird momentan durch Tischlermeister Olaf Wolf ausgebildet. Der wiederum wurde durch Leonies Stiefopa ausgebildet. Handwerk als verbindendes, generationenübergreifendes Element ... Und ein bisschen familiär wollte es auch Luis Gallo haben, der sich nach dem Ausbildungsbeginn in der Industrie etwas verloren fühlte und mit Unterstützung der HwK Koblenz problemlos ins Handwerk wechselte, wo er sich nun angekommen fühlt. Genau wie Selin, die sich für eine Friseur-Lehre entschied, als der Schulstress zur gesundheitlichen Belastung wurde. Bei einigen Azubis von Elektro Schmitz wiederum lautet das Credo: „Es muss Hauptgeschäfts- führer Ralf Hellrich Kontakt: Handwerkskammer Koblenz Tel. 0261 398 108 ralf.hellrich@hwkkoblenz.de Impressum: V.i.S.d.P.: Hauptgeschäftsführer Ralf Hellrich Redaktion / Layout: Jörg Diester, Denise Nuß, Dagmar Schweickert Fotos: wie an Fotos gekennzeichnet / HwK Koblenz / Titel: Michael Jordan Herausgeber: Handwerkskammer Koblenz, Friedrich-EbertRing 33, 56068 Koblenz, Tel. 0261 398-160, in Verbindung mit dem Mittelrhein-Verlag Koblenz Anzeigen: rz Media GmbH, Mittelrheinstraße 2–4, 56072 Koblenz, Evangelos Botinos (Geschäftsführung) Techn. Herstellung: Industrie Dienstleistungsgesellschaft mbH, 56070 Koblenz nicht immer der erste Schuss sitzen.“ Und so haben ein Bauingenieur-Studium aber auch das Desinteresse an einem Anglerladen dazu geführt, dass sie heute mit Überzeugung und Leidenschaft im Handwerk arbeiten. Diese Ausgabe ist also gefüllt mit – teils überraschenden – Lebenswegen und Erkenntnissen, die eines gemeinsam haben: Sie alle führen schließlich auf dem sicheren Pfad einer modernen, dualen Ausbildung in die zukunftssichere Welt des Handwerks. Ich wünsche Ihnen nun viel Spaß dabei, all unsere faszinierenden Geschichten zu entdecken – Ihr Seiten 16 bis 19 Ausflugs- tipps und Handwerksbetriebe in und um Cochem Seiten 12 und 13 Veranstaltungen geben Einblicke in die Ausbildung im Handwerk 02 aus dem Inhalt Seiten 3 bis 14 Auszubildende und ihre Betriebe stellen sich vor – und teilen ihre Erfahrungen Foto: Photo-Herzmann Seite 10 Ausgezeichnete Perspektiven bei Innovationspreisträger Ronny Stein
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