70 Jahre, 450 Mitarbeiter, ein Name: Zoth Am Ortsrand von Westernohe residiert in der Dr.-Walter-Zoth-Alle 1 der gleichnamige Betrieb, der Leistungen in gleich fünf unterschiedlichen Handwerksberufen anbietet. Das reicht von der Elektrotechnik überMetallbau, Informationstechnikbishin zum Installateur- und Heizungsbau. „Das sind die Säulen unseres Erfolges“, erklärt Geschäftsführerin Martina Zoth-Opolka, Tochter des Gründers. Zusammen mit ihrem Bruder Wolfgang stellt sie die zweite Generation. Die dritte bereitet sich aktuell mit Sophie Opolka-Mittler und Antonia Zoth-Franke auf die Unternehmensübernahme vor. DerenOpaWalter legtealsEinmannbetrieb los. Reparaturen an Elektrogeräten, dann EigenentwicklungenvonRadiatorenfürdie elektrische Beheizung von Räumen waren die Schwerpunkte. Doch Walter Zoth, von dem die Familie sagt, er verfügte über eine an Selbstüberschätzung grenzende Portion Mut, denkt weiter. Und durchaus größer. 1963 werden die ersten Industriemontagen für die Raffinerie Caltex in Raunheim durchgeführt. Der Betrieb wächst auf fünf Mitarbeiter.WeitereIndustrieunternehmen werdenKunden.Was Zoth ihnen baut, sind komplexe Produktionsstätten mit einer komplett durchdachten und installierten Infrastruktur – quasi der Grundstein für jeden Produktionsstandort. Darin steckt interdisziplinäres Handwerk und die verschiedenen Gewerke funktionieren wie die Zahnräder in einemGetriebe. Ende der 60er-Jahrewächst dieMitarbeiterschaft auf 130. Längst sind der anfänglichen Garage zweiweitereBetriebsstandortegefolgt–die schnell an ihre Grenzen stoßen. Am Ortsrand baut der visionäre Handwerksmeister und Unternehmer neu – in der später nach ihm benannten Allee. Weitere Weltkonzerne werden als Kunden gewonnen und die Referenzlisteliste liest sich heute wie das Who’s who der Wirtschaft: Bayer, Henkel, ThyssenKrupp, Shell, Aldi, Siemens, die Deutsche Bahn, Rolls-Royce, Bosch, GlaxoSmithKline und, und, und… In jedem Airbus, der weltweit fliegt, sind die Müllbehälter von Zoth. Und selbst die Metallresonanzkörper ineinerDüsseldorfer Konzerthalle sind von den Westerwäldern gebaut und montiert worden. In die großen Fußstapfen des auch mit der Ehrendoktorwürde und dem BundesverdienstkreuzausgezeichnetenGründerssind längst dieNachfolgegenerationengetreten. AbAnfangder90er-JahrewarenesdieKinderMartinaundWolfgang. „Während ihrer Zeit sind neue Standorte hinzugekommen, die Mitarbeiterzahl und der Umsatz sind enorm angestiegen, außerdem haben sie den Betrieb hinsichtlich Arbeitssicherheit und IT maßgeblich auf ein neues Niveau Kontakt: Zoth GmbH & Co. KG Tel. 02664 5010 www.zoth.de 17 gebracht“, berichtet Sophie Opolka-Mittler als Vertreterin der dritten Generation stolz. Zusammen mit ihrer Cousine Antonia Zoth-Franke wird sie aktuell in die Unternehmensnachfolge eingearbeitet und muss den Spagat aus Tradition und Moderne meistern. Denn vieles hat sich betrieblich und technisch verändert, vieles ändert sich gerade. „Wir müssen diese Veränderungen schnell und frühzeitig erkennen und die richtigen Schlussfolgerungen ziehen“, wissen die Nachfolgerinnen um ihre Verantwortung. Und zitieren den Opa: „Die Firmawar immer Teil der Familie.“Zur Familie zählt auchder fachliche Nachwuchs. 51 Lehrlinge bildet der Betrieb aktuell aus, insgesamt habenhier 600 Jugendliche ihrenBeruf erlernt. In wenigen Tagen wird dieses Ausnahmeunternehmen, das auch eine Tochter im thüringischen Erfurt betreibt sowie Niederlassungen in Raunheim, Wiesbaden, Ingelheim und Marburg, 70 Jahre alt. Gestartet in einer Garage, ist die Entwicklung außergewöhnlich wie beeindruckend und steht für Mut, Um- und Weitsicht, für handwerkliches und kaufmännisches Geschick. Und für Verbundenheit zumStandort Westernohe wie auch zu den Mitarbeitern. Ganz nebenbei auch für Bodenständigkeit der Eigentümerfamilie, die sehr wohl um die breit aufgestellte Mannschaft hinter diesem Erfolg weiß. Umso mehr Gründe gibt es zum Feiern – herzlichen Glückwunsch zum 70.! Bilder oben: Das Handwerksunternehmen Zoth deckt eine Vielzahl von Leistungen ab. Das reicht von Metallresonanzkörpern in der Tonhalle Düsseldorf (rechts) bis hin zu komplexen Industrieanlagen. Die zweite und dritte Unternehmergeneration (von links): Martina Zoth-Opolka, Sophie Opolka-Mittler, Antonia Zoth-Frankeund Wolfgang Zoth. 70 Jahre, 450 Mitarbeiter aus 16 Ursprungsnationen, 600 Lehrlinge, zig Weltkonzerne als namhafte Kunden – und der Startschuss fiel in einer Oberwesterwälder Garage. Dort legte der 20-jährige Walter Zoth 1956 den Grund- stein für eines der erfolgreichsten Familienunternehmen in Rheinland-Pfalz. Fotos: Zoth GmbH & Co. KG
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