Der 21-jährige Deik Thiessen aus Büsum in Schleswig-Holstein wusste schon als Kind, wohin sein Weg führen sollte: hoch hinaus, aufs Dach. 2021 begann er im Betrieb seines Vaters die Ausbildung zum Dachdecker – ein Schritt, den der wissbegierige junge Mann „jederzeit wieder gehen würde“, wie er betont. Geprägt von der Familientradition und dem Umfeld im elterlichen Betrieb war für ihn „eigentlich schon immer“ klar, dass seine Zukunft im Handwerk liegt. Gleich in den ersten Ausbildungstagen entdeckte er seine besondere Leidenschaft für die Klempnerei und das Arbeiten mit Metall. Zu Karosserie- und Fahrzeugbauermeister Lukas Kirsch-Wingender Der 30-jährigeLukasKirsch-Wingender aus Rothenfels in Bayern entdeckte seine berufliche Leidenschaft früh: Ein Besuch der Nürburgring-Nordschleife als Teenager ließ ihn endgültig Feuer fangen. Die Faszination für klassische Rennwagen zeigte ihm, dass seine Zukunft im Kfz-Handwerk liegt. Nach seiner Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker wurde er Fahrzeug- undKarosseriebauer –begeistert Installateur- und Heizungsbauermeister Jan-Philipp Emde Der 23-jährige Jan-Philipp Emde aus Weinähr ist ein durch und durch positiver junger Mann, der seineberuflichenSchritte bewusst wählt. Während seiner Abiturzeit wurde ihm klar, dass ihm ein Studium zu theoretisch wäre. Er hatte schon immer Spaß an Technik. Durch die Erfahrungen während mehre- rer Schulpraktika stand für ihndieEntscheidung fest, ins Handwerk zu gehen. Die Vielfalt im Gewerk des Anlagenmechanikers faszinierte ihn und seine Ausbildung begeisterte ihn trotz und wegen der großen Menge an täglichen neuen Informationen. Bis heute macht es ihn stolz, Menschen durch sein Knowhow helfen zu Klempnermeister Deik Thiessen seinen prägendsten Projekten zählt eine 3.000 Quadratmeter große, anspruchsvolle Dachfläche an seiner ehemaligen Grundschule. Besonders stolz ist er auf seine ersteneigenenBaustellen–und natürlich auf den Abschluss als Dachdecker- und Klempnermeister 2025. Die Anspannung vor den Prüfungen und das Arbeiten amMeisterstück waren für ihn immer wieder zugleich herausfordernd und erfüllend. DenMeisterkurs der HwKKoblenz empfand er als anspruchsvoll und sehr praxisnah, vor allem aber von der Möglichkeit, Technik, Präzision und handwerkliches Geschick zuverbinden. Besonders stolz ist er, wenn aus handwerklicher Sorgfalt sichtbare Qualität entsteht – etwa wenn eine selbst lackierteFläche perfekt glänzt oder eine Instandsetzungohne dicke Spachtelschicht auskommt. Für dieMeisterschule entschieder sich, „nachdemmeinKarosseriebaumeister undunserFahrzeuglackierer in Rente gegangen waren. Ich sah die Chance, inmeiner Abteilung die Zügel in die Hand zu nehmen und in Richtung Zukunft der Abteilung, Firma und für mich selbst etwas Neues und Positives bewegenzukönnen“.DenMeisterbrief absolvierteer als Jahrgangsbester und empfand die Meisterschule als fordernd, aber durch das starke Miteinander und engagierte Dozenten absolut positiv. Mit dem Meistertitel möchte er im Betrieb moderne Verfahren etablierenund selbst ausbilden. SeinZiel:Verantwortungübernehmen, jungeMenschen für dasHandwerkbegeistern,Werkstattleiter werden und sich im Gesellenprüfungsausschuss engagieren. können. Dass er einmal den Meister machen würde, stand für Jan-Philipp ebenfalls schon in der Ausbildung fest, denn er wollte sich darin fortbilden, Systeme auszulegen, planerisch tätig zu sein und Verantwortung zu übernehmen. DieMeisterschule, dieer schließlich als Jahrgangsbester in seinem Gewerk absolvierte, Foto: Michael Jordan getragen von starkem Zusammenhalt. Die Prüfung bestand er als jahrgangsbester Klempnermeister und nun freut er sich mit dem Meisterbrief in der Tasche darauf, den Familienbetrieb weiter auszubauen. In zehn Jahren sieht er sich als Betriebsleiter – wie auch als Familienvater. Foto: privat 08 empfand er als zeitlich herausfordernd.Gleichzeitiggefiel ihm der praxisorientierte Unterricht, weil ihndie Inhaltehervorragend auf seine berufliche Zukunft vorbereiteten. Heute ist er sehr dankbar, dass seine Eltern und Großeltern ihn immerunterstützt und ihm Fleiß sowie Freude an der Arbeit vermittelt haben. Foto: Michael Jordan
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