Thomas Schneider aus Aschaffenburg hat einen beachtlichen beruflichenWechsel vollzogen: Als er vor rund zehn Jahren seine Frau kennenlernte, deren VaterGeschäftsführer einesGerüstbauunternehmens ist, arbeitete er noch für eine Krankenversicherung. Doch nur wenige Tage als Schnupperpraktikant auf einer Baustelle machten ihm klar: Im Handwerk, mit einer körperlich und geistig herausfordernden Arbeit, ist er viel zufriedener als imBüro. Schneider, der inzwischen 38 Jahre alt ist, sattelte um, machte eine Ausbildung zumGerüstbauer und erinnert sich gut daran, dass er an den ersten Tagen „komplett erschöpft heimkam, geschlafenhatwieeinSteinundam nächsten Tag mit Muskelkater wieder bei der Arbeit Gold- und Silberschmiedemeisterin Sophie Ropertz SophieRopertz ist eine leidenschaftlicheGoldschmiedinmit Liebe zum Detail. Die 24-jährigeGold-undSilberschmiedemeisterin stammt aus Ahrweiler, lebt inBriedel (Kreis Cochem-Zell) und wusste schon als Kind, dass sie später etwas Handwerkliches und Kreatives machen möchte. An die Mal- und Töpferkurse ihrer Kindheit schloss sich 2016 ein Schulpraktikum in einer Goldschmiede an und „ab diesem Tag wusste ich: Diesen Beruf möchte ich einmal ausüben“. Unterstützt wurde sie dabei immer von ihrer FamilieundFreunden, die siemotiviert haben, weiterzumachen, auch in schwierigenZeiten: „Bei der Flutkatastrophe stand ich Es ist momentan nicht einfach, Anna Malygin, die aus Remagen stammt, zu erreichen. Der Grund: Die 30-jährige jahrgangsbesteFriseurmeisterin arbeitet auf einem Kreuzfahrtschiff in der Karibik. Damit erfüllt sie sich gleich mehrere Träume auf einmal. Schon in der Kita hat sie eigene Frisuren kreiert, mit zwölf Jahren das erste Brautstyling gezaubert, mit 15 Jahren wusste sie, dass sie ihr berufliches Leben damit verbringen möchte, die schönsten Seiten ihrer Kundinnen und Friseurmeisterin Anna Malygin war“. Langfristigmöchte er das Familienunternehmenweiterführen, deshalb war derMeister der nächste logische Schritt. An die herausfordernde Zeit denkt er gern zurück. Dabei galt es, Familie, Beruf und Schule parallel zu meistern. Gleichzeitig hat ihm die Kombination aus praxisbezogenen Lerninhalten und der Möglichkeit, die Schule in Teilzeit neben der Arbeit zu absolvieren, gut gefallen. Sein Tipp: „Man sollte immer versuchen, sich auf Veränderungen einzulassen.“ kurz vormeinerGesellenprüfung. Durchdie Unterstützung meiner Familie und Freunde habe ich die Gesellenprüfung sehr gut gemeistert und wurde zweite Landessiegerin im Leistungswettbewerb (heute German Craft Skills).“DieseErfolgsgeschichte setzte sie als Meisterabsolventin fort und wurde Jahrgangsbeste in ihrem Gewerk. SophieRopertz hat bereits einNebengewerbe angemeldet und möchte sich eine eigene Goldschmiedeaufbauen, umfür ihreKunden individuelle Schmuckstücke zu entwerfen und zu gestalten. Das Schönste an ihrem Beruf? „Teil von bedeutenden Momenten zu sein, wie Hochzeiten oder aber auch, wennSchmuckvonverstorbenenMenschen zu etwas Neuem umgearbeitet wird. Jedes Schmuckstück trägt seineeigeneGeschichte. Das größte Geschenk ist es, die Menschen damit glücklich zu machen!“ Kunden hervorzuzaubern. Ihre Ausbildungwar anstrengend, die Füße tatenweh, die Fachsprache war kompliziert und die Anforderungen hoch. Doch heute ist sie sowohl ihrer Ausbilderin als auch ihrer Familie und den Dozenten der Handwerkskammer Koblenz dankbar, die sie immer unterstützt und gefördert haben. Mit dem Meistertitel hat sich Anna nach ihrem Abschluss als Master Colorist und Make Up Artist bewusst einer weiteren Herausforderung gestellt. Auch ihr nächstesZiel steht für sie fest: „Glücklich in meinem eigenen Salon mit kreativem Konzept – wahrscheinlich im Ausland – selbstständig machen.“ Foto: Michael Jordan Foto: privat Foto: Michael Jordan 06 Gerüstbauermeister Thomas Schneider
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