Handwerk Special Nr. 253 vom 13.03.2026

„Die stolzesten Momente sind, wenn man nachwochenlangerBauzeit einer Maschine den Startknopfdrückt undsie dann funktioniert“, beantwortet der 24-Jährige aus Höhr-Grenzhausen imWesterwalddieFrage nach den schönsten Augenblicken imHandwerkerleben. Zu sehen, was man selbst geschaffen hat und mitzuerleben, wie diese Leistungen dann funktionieren – ein nachvollziehbares Motiv für die Ausbildung. Der ging ein Jahrespraktikumbei einemMaschiFliesen-, Platten- und Mosaiklegermeister Florian Larscheid Der 27-Jährige aus Insul in der Eifel entschied sich erst vor vier Jahren fürs Handwerk. „Ich habe zuerst eine Ausbildung zum Industriemechaniker abgeschlossen und dann einige Monate als Geselle gearbeitet, war damit aber nicht zu100Prozent glücklich.“DerKontakt zu einemFliesenleger bestand bereits „und der Chef meinte regelmäßig, ich solle doch bei ihmanfangen.“ Gesagt, Elektrotechnikermeisterin Vanessa Schmahl Wird im Kindergartenalter nach Berufswünschengefragt,werdenaktuell dieTop10von Polizist, Tierarzt, Pilot und Lehrer angeführt. Handwerker gibt es da gar nicht, schon gar nicht den Elektriker. Ganz anders bei der 24-jährigen Vanessa Schmahl aus dem Westerwälder Altenkirchen, „was sicher auch mit meinemVater zusammenhing, denn der ist Elektrotechniker- sowieHeizungsbauermeister“.WiederVater, so die Tochter ... denn die tritt nicht nur beruflich in die Vater-Spuren, sondern auch inder Freizeit alsBergsteigerinund begeisterte Skifahrerin. Nach dem Abitur schließt sich die Elektroniker-Ausbildung im Unternehmen des Vaters an, „der so auch zum Chef wurde.“ Die verkürzte Lehrzeit beendet Vanessa als Innungsbeste, wird dann sogar 2. Landessiegerin in der Deutschen Meisterschaft. Fachlich in Höchstform, schließt sich der Meisterkurs bei der Handwerkskammer an, den sie als Beste ihres Gewerks abschließt. Und wie geht es nun weiter? „Mein Plan ist es, die Firma von meinem Vater zu übernehmen. Feinwerkmechanikermeister Yannis Dörr nenbauunternehmen voraus. „An meinem Beruf schätze ich die ständig wechselnden Herausforderungen in der Werkstatt, bei den Kunden und auf den ganz unterschiedlichen Baustellen.“ Zu dieser Einschätzung passt auch der Anspruch, nicht stehenzubleiben und fachlich weiter an sich zu arbeiten. „Den Meisterkurs habe ich absolviert, weil er mich weiterbildet, aber auch die Möglichkeit für eine Selbstständigkeit bietet ... und ich kann als Ausbilder Auszubildende scheuchen, getan. Und weil man sich gut kannte, „wurde ich schon am ersten Tag der Ausbildung ins kalte Wasser geschmissen.“ Offensichtlich einErfolgsrezept, denndrei Jahre später besteht Florian als Bester seines Handwerks die Meisterprüfung. Foto: Michael Jordan Außerdem möchte ich auch als Anlagenmechanikerin im Sanitär-, Heizungs- und KlimahandwerkdenMeistertitel erreichen.“ Da ist also offensichtlich eine Gipfelstürmerin unterwegs, die sehr genau ihre Ziele plant und erreicht. Seit Ende 2025 ist er selbstständig und führt nun ein eigenes Unternehmen. Was ihm nach wie vor gefällt an seiner Arbeit? „Wenn Baustellen zwischendurch mühselig und kompliziert wirken und es am Ende einem selbst und natürlich auch dem Kunden super gefällt.“ Ein großes Lob erhalten von ihm die HwK-Meistermacher: „Ich würde meinen Meister definitiv wieder in Koblenz machen. Ich habe viele wertvolle Dinge gelernt und mit den Dozenten kam man sehr gut zurecht.“ Foto: Michael Jordan Foto: Michael Jordan 05 mal sehen“, fasst Yannis mit einem Schmunzeln gute Gründe zusammen und sieht sich in zehn Jahren „bei der GründungmeinesBetriebes,mit Frau, Haus und Hund“.

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