Handwerk Special Nr. 253 vom 13.03.2026

15 Super-Meister 670 Meistertitel in 24 unterschiedlichen Handwerksberufen–der aktuelleMeisterjahrgang steht damit für handwerkliche Vielfalt! 119 der insgesamt 670 Meisterbriefe, die am 14. März im Rahmen der großen HwK-Meisterfeier in der Koblenzer Rhein-Mosel-Halle übergeben werden, wechseln in Frauenhände. Damit liegt der Meisterinnen-Anteil bei 18 Prozent – deckungsgleich mit dem Frauenanteil der aktuell bei der Lehrlingsrolle eingetragenen Ausbildungsverträge in Handwerksbetrieben. Traditionell lädt die Meisterakademie der Handwerkskammer (HwK) Koblenz im Vorfeld die Besten ihres Gewerks zum Fotoshooting ein. 21 Jungmeisterinnen und Jungmeister hatten die Bewertungskriterien dafür erfüllt, doch nicht alle konnten am Termin teilnehmen. So die beste Friseurmeisterin: Anna Malygin arbeitet zur Zeit auf einem Kreuzfahrtschiff und tourt beruflich durch die Karibik – zu weiter Weg und keine Zeit für einen „Kurzausflug“ nach Koblenz ... 14 jahrgangsbesten Handwerksmeisterinnen und Handwerksmeister gehörte schließlich der Platz im Rampenlicht von Fotografenmeister Michael Jordan, der 1997 seine Meisterprüfung bestand. Mit Gerüstbauermeister Thomas Schneider (imBild rechts mit Michael Jordan bei der „Sofort-Analyse“ der Aufnahmen ...) und Karosserie-undFahrzeugbauermeisterLukas Kirsch-Wingender waren zwei dabei, die dann tatsächlich ein gutes Stück Weg extra für diese Bilder auf sich nahmen. Thomas Schneider reiste aus Aschaffenburg an, Lukus Kirsch-Wingender aus dembayerischenRothenfels.MehrHintergrundinformationen zu den Lebensläufen der Jahrgangsbesten ab Seite 4. Die weiteste Reise eines Meisterbriefes wird der von Konditormeisterin Anna Fujita antreten, denn die 25-Jährige lebt Kontakt: Meisterakademie der Handwerkskammer Koblenz Tel. 0261 398 310 meister@hwkkoblenz.de ei Jüngster Jungmeister ist 19 Das ist rekordverdächtig: Maurer- und Betonbauermeister Louis Roth aus Holler im Westerwald war bei seiner Meisterprüfung erst seit knapp drei Wochen 19 Jahre alt und ist damit der jüngste aller 670 Absolventen des aktuellen Meisterjahrgangs. Erst Ende August 2026 nullt er zum zweiten Mal in seinem Leben. Für den jüngsten Meister stand schon immer fest, dass er im Handwerk arbeiten möchte. Und auch beim Gewerk hatte er sich frühzeitig festgelegt, denn Louis stellt die vierte Generation im Unternehmen seiner Familie Kilian & Roth Bauunternehmen. 03 Hier treffen sich Profis: Meisterclub der Handwerkskammer Koblenz: https://meisterclub. hwk-koblenz.de 14 Jung- und ein „Altmeister“: Die besten Jung- meisterinnen und Jungmeister finden sich traditionell zum Fototermin bei Michael Jordan (Bildmitte) ein. Der erhielt vor 29 Jahren seinen Fotografen-Meisterbrief. Praktikum, Ausbildung... Meister! Zahlreiche Lehr- stellen- und Praktikumsplätze unter: www.hwk-koblenz. de/lehrstellen Meisterkurse unter: www.hwk-koblenz. de/meister „Solange ich zurückdenken kann, bin ich mit meinem Vater auf Baustellen gefahren.“ Der Vater riet ihm zwar während der Schulzeit, verschiedene Praktika zu machen, um sich umzuschauen, aber auch diese Erfahrungen änderten nichts am klaren Berufswunsch von Louis Roth: Er machte seine Ausbildung zumMaurer und Betonbauer im Familienunternehmen und blickt gern darauf zurück. Dass er dann direkt den Meister machte, war ebenfalls genauso von ihmgeplant: „Wenn ich schonmal imThema drin bin und ans Lernen gewöhnt bin, dann ziehe ich das auch direkt durch.“ Da er später einmal in die Führungsposition wechseln wird, wollte er so früh wie möglich das dafür nötigeRüstzeugerlangen.DieMeisterschulehat er in Vollzeit absolviert, die Prüfung auf Anhieb bestanden und ist ebensowie seineFamilie stolzundglücklichdarauf,was er schon mit 19 Jahren alles erreicht hat. Louis Roth freut sich darauf, später in die Geschäftsführung einzusteigen. Bis dahin will er weiter Berufserfahrung sammeln. Foto: privat und arbeitet im japanischen Kyoto. Weite Wege zurMeisterfeier nachKoblenz legen der Land- und BaumaschinenmechatronikermeisterGregorDietze zurück, der extra aus seinem 3.000 Kilometer entfernten finnischenHeimatort anreist. Ebenso lang ist die Anreise von Konditorenmeisterin Magdalena Wietreich, zu Hause auf den Azoren. Der „Durchschnittsgeburtstag“ aller 670 Absolventen ist der 7. Juni 1999, das Durchschnittsalter des Meisterjahrgangs entsprechend weniger als 27 Jahre – im Vergleich zum Vorjahr eine Verjüngung. Vertreten sind Handwerksmeister aus zwölf Herkunftsländern, darunter Afghanistan, Armenien, Ruanda, Eritrea oder Südkorea.

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