Handwerk Special Nr. 233 vom 28.11.2020
Erfolgsgeschichte in zweiter Generation Nr. 233 28. November 2020 www.handwerk-special.de 16 Es begann in einer Scheune ... Denn das Urgestein hat einiges erlebt und oft genug selbst Geschichte geschrieben, so mit seinem 1979 in einer ehemaligen Scheune in Dieblich gegründen Betrieb. Wie es sich gehört als Einmannbetrieb. Da hatte er gerade die Meisterprüfung zum Gas-Wasser-Installateur bestanden. Was ihm aber nicht reichte. So wurde schon einen Monat nach der Selbstständigkeit undparallel zumUnternehmertumwieder dieMeisterschulbankgedrückt,diesmalim Zentralheizungs-undLüftungsbauerhand- werk. „Wasnicht soganzeinfachwar, denn der Unterricht fand abends größtenteils im 150 Kilometer entfernten Moers statt. Arbeit und Meisterkurse unter einen Hut zu bringen, war heftig“. Für einen seiner Kunden aus dem Un- ternehmerjahr eins baute er in Bad Ems eine neue, „für damalige Verhältnisse hochmoderne Heizung“ ein. Dass sie 40 Jahrefehlerfreiarbeitenwürde,seineSöhne 2019sogareinestromerzeugendeHeizung als deren Nachfolger installieren würden, kann er 1979 nicht ahnen. Auchnicht, dass aus dem Einmannbetrieb ein innovatives Familienunternehmenwerdenwürde–mit 15MitarbeiternunddenbeidenSöhnenan der Spitze, die natürlich auch Handwerks- meister sind. Doch Zufall war all das nicht. Manfred Kries und seine Affinität für technischen Fortschritt sorgte für permanente Nähe zwischen neuen Entwicklungen in der Heizungs- wie auch Lufttechnik wie auch Energieversorgung. Früh bot der Betrieb seinen Kunden Solaranlagen und Wärme- pumpen an. Es folgten Pelletheizungen sowie Photovoltaik- und Brennstoffzellen- anlagen zur autarken Stromerzeugung, „um umweltfreundlich Strom und Wärme zu erzeugen. Wir sehen das komplex und planenganzindividuell.Eineunserergroßen Stärken ist die praxisorientierte Beratung.“ Dabei ist der heutige Firmenstandort in Dieblich quasi Demonstrationselement. AufdemDacheinePhotovoltaikanlagemit Stromspeicher im Keller, 20 Ausstellungs- bäder im Gebäude. Selbst ein E-Auto als Firmenwagen gehört dazu. Die beiden Kries-Söhne Oliver (38; im Bild obenlinks)undJochen(34)sindInstallateur- undHeizungsbauermeistermitzusätzlichen betriebswirtschaftlichen Ausbildungen. JochenKrieswarzumZeitpunktderPrüfung sogarDeutschlandsjüngsterMeisterdieses Faches. Das war 2008. Gemeinsam hat man den Betrieb fit ge- macht für die Zukunft. „Wir bauen auf drei Säulen“, stellt Oliver dar: „Die Spezialisie- rung auf modernste Versorgungstechnik wie Solarenergie, Wärmepumpen oder Pelletheizungen, die stromerzeugende Heizungsanlage,denKomplettumbauoder Ausbau von Bädern und unseren eigenen Kundendienst“. Das Gesamtpaket stimmt, und das Unternehmen ist strategisch gut aufgestellt, selbst bei der Fachkräftesiche- rung.DreiJugendlichewerdenausgebildet. Mit dem Thema Ausbildung endet auch die Zeitreise von Manfred Kries durch 41 Unternehmensjahre:„MeinersterMitarbei- teristlängstselbstRentner,einandererseit 34 Jahren bei uns!“ NebenModernität und InnovationsgeistzähltalsoauchKontinuität zur Kries’schen Firmenphilosophie. Kontakt: Sanitär-Heizung- Klima Manfred Kries GmbH www.kries-gmbh.de Manfred Kries (Bildmitte) ist zweifacher Handwerksmeister aus Dieblich an der Mosel. Wenn der 66-Jährige anfängt zu erzählen, geht es auf eine abwechslungsreiche wie spannende Zeitreise. Christoph Westermayer mit seinem TV-Schrank als Meisterstück.
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