Handwerk Special Nr. 224 vom 09.11.2018

Mit 20 Millionen PS ins All Wenn Dr. Sigmund Jähn über Schwerelosigkeit oder den Blick auf den Planten Erde spricht, dann aus eigener Erfah- rung. Am 26. August 1978 startete er als erster Deut- scher ins All und war fast acht Tage lang Bewohner einer Erdumlaufbahn. Zur „Nacht der Technik“ kommt der ehemaligeDDR-Kosmonaut gerne und nicht zum ersten Mal. „Das Interesse derBesucher, das Format der Veranstaltung und dieOrganisation sindKlasseund ichkommegernenachKoblenz“, freut sich der heute 81-Jährige auf die Koblenzer Techniknacht bei der Handwerkskammer Koblenz. 41 Jahre alt war Sigmund Jähn, als seine Sojus-Rakete mit um- gerechnet 20 Millionen PS vom Weltraumbahnhof Baikonur in der kasachischen Steppe abhob. In dem 51 Meter hohen und 313 Tonnen schweren Koloss saß Jähn zusammen mit dem sowjetischen Kommandanten Waleri Bykowski ganz an der Spitze–hintersicheinFlammen- meer, das Rakete undMenschen Richtung All katapultierte. ImGesprächmitderJugendsach- buchautorin Maja Nielsen be- richtet Sigmund Jähn darüber – von der Anspannung beimStart, von dem Erlebnis der Schwere- losigkeit und vom Anblick der Erde aus dem Weltall, der seine Einstellung zum Leben für im- merveränderte.Aberergibtauch Auskunft über die Ausbildung europäischer Astronauten, die er nach seinem Raumflug im Sternenstädtchen bei Moskau unterstütze. Außerdem bringt er Bilder vom beeindruckenden Sigmund Jähn berichtet über die Faszination Weltraum Nacht der Technik / Programm 16.30 bis 17.45 Uhr 8 Nr. 224 9. November 2018 www.handwerk-special.de Foto: privat Start von Alexander Gerst mit, denSigmund Jähn imJuni dieses Jahres vor Ort in der kasachi- schen Steppe beobachten durfte. EineVeranstaltung für die ganze Sigmund Jähn erlebte das Abenteuer Weltraum 1978 „live“ ... ... über das er im Gespräch mit Jugendsachbuchauto- rin Maja Nielsen auf der „Nacht der Technik“ um 16.30 und 19 Uhr berichtet. Foto: privat Familie ganz im Sinne der Fas- zination Weltraum ... 16.30 Uhr, Raum 7.1, Bauzent- rum (weiterer Vortrag 19 Uhr) Großes Kino am Firmament Wie entstehen Sonnen- und Mondfinsternisse? Welches Instrumentarium ist nötig, um solche Na- turschauspiele zu Hause mit Foto- oder Videoka- mera festzuhalten? Diesen und vielen anderen Fra- gen geht Experte Klaus Völkel von der Sternwarte Sessenbach in seinem spannenden Vortrag nach, der mit vielen faszinie- renden Fotos und Videos sein Publikum fesselt. 17.15 Uhr, Raum 2.08, Kompetenzzentrum Foto: privat

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