Handwerk Special Nr. 224 vom 09.11.2018

Wie mit Hilfe der Raumfahrt Umweltprobleme analysiert werden Quantencomputing – was ist das eigentlich? Mit Hilfe der Quantenme- chanik Probleme lösen, die derzeit noch unlösbar sind: Auch dieses schwie- rige Thema wird bei der Nacht der Technik the- matisiert. Im Mittelpunkt steht dabei die Entwick- lung neuer Generationen von Computern. Die Quantenmechanik ist eine der Hauptsäulen der modernen Physik. Sie bildet die Grund- lage zur Beschreibung der Phänomene der Atomphysik, der Festkörperphysik und der Kern- und Elementarteilchen- physik. Sie birgt eine Reihe von Effekten. Zum Beispiel, dass Systeme in mehreren Zu- ständen zugleich sein können und dass eine Messung eine zweite Messung an einem an- deren Ort selbst ohne kausale Verbindungbeeinflussenkann. Während diese ungewohnten Vorhersagen anfangsZweifel an derRichtigkeitderQuantentheo- rie aufkommen ließen, lassen sie sichheutzutage immer besser im Labor überprüfen und eswerden sogarMöglichkeiten entwickelt, daraus praktischen Nutzen zu ziehen. Eine solche Vision ist der Quantencomputer, der ver- spricht, manche bisher praktisch unlösbare Rechenprobleme angehen zu können. DerVortrag von Prof. Dr. Hendrik Bluhm vom Jara-Institut für Quanten- information (Aachen/Jülich), wird die Grundprinzipien des Quantencomputings veran- schaulichenundeinenEinblick in den Stand der derzeitigen Forschung geben. Dabei wird der Ansatz, den Spin von Elektronen in Halbleitern als Quantenbit zu nutzen, im Vordergrund stehen. 20.15Uhr,Raum2.01,Metall- und Technologiezentrum Nacht der Technik / Programm 19.30 bis 20.30 Uhr 11 Nr. 224 9. November 2018 www.handwerk-special.de Klimakiller Methan Der Klimawandel ist in aller Munde, bei der Dis- kussion über mögliche Ursachen steht oft Koh- lenstoffdioxid im Mittel- punkt. Dabei gibt es noch weitere Ursachen für den rasanten Wandel. AufderSuchenachdenUrsachen desKlimawandels ist derEinsatz modernster Technologien un- erlässlich. In seinem Vortrag „Beiträge der Raumfahrt zum Klimaschutz“, zeigt Dr. Achim Friker vom Raumfahrtmanage- ment des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), wie das Ganze funktioniert. Der Wissenschaftler stellt Me- than, hinter Kohlenstoffdioxid das zweit-einflussreichste vom Menschen verantwortete Treib- hausgas, in den Mittelpunkt. Denn: Die Konzentration steigt besonders stark. Nur mit Satel- litenlassensichweltumspannend konsistente Informationen über die Atmosphäre gewinnen. Das ist eine zwingende, wenn auch mitunter keine hinreichende, VoraussetzungfürsinnvolleEnt- scheidungen im Klimaschutz. Achim Friker zeigt Beispiele, wie Klima-Satelliten die At- mosphäre schon heute erfassen. Speziell für das Treibhausgas Methan entwickelnDeutschland und Frankreich den Laser-Satel- liten „Merlin“. Dr. Friker stellt seine innovative Laser-Technik vor und erklärt, wie Merlin die Messungen anderer Satelliten ergänzen soll. Foto: © CNES, D. Ducros 2016 Speziell für Methan entwickeln Deutschland und Fran- kreich den Satelliten „Merlin“. 20.15 Uhr, Raum 2.08, Zen- trumfürFertigung, Gestaltung und Kommunikation der HwK Koblenz

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