Handwerk Special Nr. 217 vom 24.02.2018
„Ich hoffe, ich pack es!“ „Ich finde es toll, dass es diesen Wettbewerb gibt und das Handwerk einmal von einer ganz anderen Seite in den Fo- kus gerückt wird“, freut sich Zimmerergeselle Max Hannappel aus Hersch- bach im Westerwald. Der 21-Jährige hat sich für den Kalender Germany`s Power People 2018 als Handwerksmodel bewor- ben. Über 120Kandidatenhatten sich gemeldet, 24 Handwerkerinnen und Handwerker wurden zum Kalenderstar. Max gehört zu den 12 Glücklichen, die für die Miss- /Mister -Handwerk–Wahl nominiert worden. „DieMitbewerber kenne ich nur vom Foto, dennoch hoffe ich, dass ich am 7. März auf der In- ternationalen Handwerksmesse inMünchendie Juryüberzeugen und den Titel holen kann“, so Max. Er räumt ein, dass man „schon selbstbewusst sein sollte, vielleicht sogar etwas selbstver- liebt,wennmanbei diesemWett- bewerb mitmacht“. Er wurde durch Handwerk Special darauf aufmerksam. Ein Fotoshooting hat sich Max schon einmal zum Geburtstaggewünscht, er ist also nicht kamerascheu. MaxHannappel arbeitet im1933 gegründeten Familienbetrieb Schlag&Pröbstl inHerschbach. Sein Vater, Bernd Hannappel, ist Zimmermeister und Be- triebsleiter. Bei ihm hat er auch seine Lehre gemacht. Zurzeit absolviert Max Teil III und IV der Meisterprüfung in Vollzeit. Zimmerergeselle Max Hannappel möchte Mister Handwerk werden Digitale Zukunft Junges Handwerk im Rampenlicht / Digitalisierung Nr. 217 24. Februar 2018 www.handwerk-special.de 7 2019 sollen Teil I (Fachtheorie) und Teil II (Fachpraxis) folgen. Als Meister möchte er später auchweiter in derWesterwälder Zimmerei arbeiten. „Zimmerer Zimmerei Schlag & Pröbstl, Herschbach Gegr.1933 | 15 Mitarbeiter | Zimmerei, Holzbau, Holzhandel | Tel.: 06435/2345 | www.schlag-proebstl .de ist ein spannender Beruf. Von derHolzkonstruktion,Dachstuhl bis zumvorgefertigtenHaus.Wir leisten und bauen alles“, betont der junge Geselle. Er hat schon als Kind in der Werkstatt ge- schnuppert und die Berufswahl war für ihn nach der Realschule klar. Als Kicker bei Rot-Weiß- Koblenz ist seine Freizeit kom- plett ausgefüllt. Das Training beimOberligaverein hält ihn fit. „KörperlichePowerundgesunde Ernährungkommenmir auchbei meiner Bewerbung zugute“, ist Max überzeugt. Noch kann man unterwww.germanyspowerpeo- ple.de für ihn voten. InMünchen bezieht die Jury das Ergebnis aus dem Internet-Voting in ihr Urteil ein. Na dann, viel Glück, Mister Handwerk! Familie und Mitarbeiter sind bei den Westerwälder Zimmerern eins und alle drücken Max (3.v.l.) beim Entscheid zu Mister Handwerk die Daumen. Zimmerer Max Hannappel hat es ins Finale (7. März in München) zu Mister Handwerk 2018 geschafft! Foto: Axel Weiss/Werbefotografie Weiss Foto: privat HwK und WHU / Bar Camp am 8. und 9.6. Wie werden wir in Zukunft unser Hausklima und unsere Ge- sundheit digital steuern? Wie wird unsere Wohnung oder das Haus selbstständig einen Termin beim Handwerker buchen? Wie können wir digital und transparent die Herkunft von Fleisch und Wurst auf dem Smartphone erkennen? Fragen, auf die derzeit neue Antworten entstehen. Mit der Digitalisierung der Gesellschaft und Wirtschaft rückt das Handwerk immer mehr in den Fokus junger Menschen, die neue digitale Geschäftsmodelle entwickeln wollen. Gerade das Hand- werk mit seinem vorhandenen Service bietet vielfältige Chancen auch einen digitalen Mehrwert für seine Kunden anzubieten. Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk der Handwerkskammer Koblenz begleitet das Handwerk auf diesem Weg. Doch die digitalen Geschäftsmodelle und Prozesse lassen sich nur in neuen Netzwerken lösen. Das Kompetenzzentrum be- grüßt deshalb eine weitere kreative Partnerschaft mit einem Studententeam der WHU – Otto Beisheim School of Manage- ment. Die Studenten haben hier im Studiengang „International Business Administration“ eine neue intelligente Lösung für das Handwerk entwickelt. Der Studiengang heißt International Business Administration, der Kurs „Developing Novel Business Models“, geleitet von Prof. Dr. Christoph Hienerth am Lehrstuhl für „Entrepreneurship and New Business Development“. Ziel ist es, die Ineffizienzen in Prozessen und Kommunikation zwischen Handwerkern und Endkunden zu reduzieren. Mit einer App sollen Aufträge aus der Unternehmenszentrale barrierefrei an den zuständigen Mitarbeiter weitergegeben werden. Dieser wiederum kann dann mit nur einem Click seine voraussichtliche Ankunftszeit an den Endkunden versenden und wird anschlie- ßend per Navigation direkt dorthin geführt. Alle verfügbaren Informationen zum Kunden erhält der Handwerker direkt auf sein Telefon. Dadurch wird dem Handwerksunternehmen ein leicht zu bedienendes und zugleich äußerst effektives Werkzeug zur Verfügung gestellt, das den Arbeitsalltag extrem vereinfacht, Zeit spart, die Kommunikation zum Endkunden verbessert und leicht in andere Programme zu integrieren ist. Das BarCamp in der Handwerkskammer Koblenz am 8. und 9. Juni unterstützt bei der Prozessdigitalsierung, beim Entwickeln innovativer Ideen und deren Anwendung. An diesem zweiten Juniwochenende geht es im Zentrum für Ernährung und Gesund- heit (ZEG) darum, digitale Vordenker zu treffen und in über 60 einzelnen Sessions die wichtigen Dinge der digitalen Transfor- mation zu erleben, zu lernen, mitzureden. Karten für das BarCamp am 8. und 9. Juni 2018 gibt es hier: www.barcamp-koblenz.de WHU-Studenten im Kompetenzzentrum Digitales Hand- werk mit HwK-Präsident Kurt Krautscheid (3. von rechts) und Leiter Christoph Krause (2. von links). Foto: Henry Tornow
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