Handwerk Special Nr. 212 vom 16.09.2017

Kreativität, Gestaltung und Design im Handwerk Nr. 212 16. September 2017 www.handwerk-special.de 13 Wohlfühlinseln fürs Haus „Meine Kreativität kommt aus dem Bauch. Das kann man nicht lernen. Gepaart mit soliden handwerk- lichen Fertigkeiten und Einfühlungsvermögen in- spiriere ich meine Kunden dazu, ihre Wohnung in eine persönliche Wohlfüh- linsel zu verwandeln“, so Björn Hintze aus Kirchen an der Sieg. Der staatlich geprüfte Holztechniker ist in die Handwerksrolle der Handwerkskammer (HwK) Koblenz für das Raumausstatterhandwerk eingetragen. „Ich habe nach einer selbststän- digen Arbeit gesucht, bei der ich meineVorliebe für ganzheitliche Objektgestaltung ambesten um- setzen kann“, so der 41-Jährige. Wohnen und arbeiten mit Flair Das Ambiente der von der Familie bewohnten Villa war Ideengeber für die Namenswahl seines Betriebs – „Villanuova Kreative Objektgestaltung“. „DasHauswurde zwischen1908 und1911gebaut undbeherbergte immermehrereGenerationen.Es hat schon ein besonderes Flair, hier zuwohnenund zu arbeiten“, sagt er. Björn Hintze liebt es, mit For- men, Farben und Materialien Björn Hintze macht aus Badewannen ungewöhnliche Sitzmöbel Kreativität kommt aus dem Bauch: Davon ist Björn Hintze überzeugt. Entwurf für einen ungewöhnlichen Sessel. zu experimentieren und seine Kunden immer wieder zu über- raschen.Er bietet ihnenganzheit- licheWohnkonzepte, die er dann imVerbundmitHandwerkerkol- legenunterschiedlicherGewerke umsetzt. Er erzählt, dass er nicht selten „auch als Innenarchitekt“ fungiert undzur „Platzierungvon Mobiliar“ und zur Lichtplanung befragt wird. Aus alten Badewannen werden Sitzmöbel Das intensive Gespräch beim Kunden hat für Björn Hintze Priorität. „Nur so bekomme ich ein Gespür für die Wünsche der Kunden und kann sie passgenau beraten.“ Er berichtet nicht ohne Stolz, dass ihnMundpropaganda und seine Homepage schon deutschlandweit Aufträge ein- gebracht haben. Jüngst hat er Upcycling für sich entdeckt. Dabei werden Abfallprodukte oder nutzlose Stoffe in neuwertige Produkte umgewandelt. „Die Welt ist voller Müll. Da kann man etwas daraus machen“, erklärt er seine neue Geschäftsidee. Angeregt wurde er durch eine DokumentationüberAfrika. „Da sah ich imHintergrund eine zer- schnittene Badewanne.“ Björn Hintze verwertet Badewannen aus den 70er Jahren und macht daraus extravagante Sitzmöbel. Er bezieht sie aus Wohnungen, die saniertwerden. „Architekten oder Kollegen informierenmich oder ich „rette“ das Mobiliar bevor es verschrottet wird vor der Haustür.“ Jetzt wird am Vertriebskonzept gefeilt Aus einer Badewanne entstehen unter seinengeschicktenHänden eine Couch oder ein Sessel und ein Stuhl. Das Untergestell ist meist ebenfalls nicht mehr ge- nutzter Eiche oder Buche. Die Polsterung wird passend zum Interieur derWohnunggefertigt. Die neuen Kreationen sind auch an ambitionierten Plätzen in öffentlichenGebäudendenkbar. Zusammen mit einem Betriebs- berater der HwK Koblenz wird noch am Vertriebskonzept gefeilt. Demnächst wird der Inhaber der Villanuova auch das Leder von ausgemusterten Sportgeräten für Bezüge nutzen. Villanuova Kreative Raumgestaltung, Kirchen Ger. 2004 | Wandgestaltung, Fußböden, Upcycling Tel. 02741/ 930 484 | www.viollanuova.de Aus einer Badewanne entstehen unter Björn Hintzes geschickten Händen eine Couch oder Sessel und Stühle. Das Untergestell besteht meistens aus nicht mehr genutzter Eiche oder Buche. In der Villanuova erhal- ten Badewannen ein neues Leben. Selbstver- ständlich funktionieren die Upcycling-Möbel nicht nur im Bad, son- dern überall. Die Polsterung wird passend zum Interieur der Wohnung gefertigt. Demnächst wird der Inhaber der Villanuova auch das Leder alter Sportgeräte nutzen. Björn Hintze in Aktion. Derzeit entwickelt der Handwerker neben wei- teren Produktideen gemeinsam mit HwK-Beratern ein neues Vertriebskonzept.

RkJQdWJsaXNoZXIy NzU4Mzk=