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Beruflich gut gerüstet

Brüder Gschwandtner erwarben Meisterbrief im Doppelpack

Sie sind Brüder und gehen beruflich einen gemeinsamen Weg. Alexander und Christian Gschwandtner aus Neuwied sind Gerüstbauermeister.

Die Geschwister sind selbstständig und führen den vom Vater gegründeten Gerüstbaubetrieb weiter. Beide haben eine Dachdeckerlehre erfolgreich beendet. Ein zweites Standbein zum elterlichen Betrieb sollte es werden. Oft haben sie ihrem Vater bei seiner Arbeit geholfen. „Er hat uns so manchen Trick verraten", so die Brüder. Als der Vater vor vier Jahren plötzlich verstarb, führten die Brüder, damals 23 und 19 Jahre jung, den Betrieb mit einer Ausnahmebewilligung weiter. Als Meister wollen sie den Betrieb fortführen. Zunächst startete der ältere Alexander den Meisterkurs. Ein Jahr später folgte Christian. „Wir haben uns abgewechselt. Einer fuhr zur Meisterschulung, einer musste Ansprechpartner im Betrieb sein. Das Tagewerk ging weiter und ohne Chef ist das schwer möglich. Außerdem wollten wir jeden Kundenauftrag erfüllen", erklärt Alexander Gschwandtner.

Als Dachdecker muss man schwindelfrei sein. Diese Eigenschaft kam den Brüdern bei ihrer beruflichen Neuorientierung auch zu Hilfe, ist aber nur ein Aspekt. „Gerüstbauer rüsten nicht nur Einfamilienhäuser für Malerarbeiten ein. Gerüste sind ebenso Basis bei Arbeiten an Kirchen und anderen Gebäuden. Jede Einrüstung muss maßgeschneidert und sicher sein. Das verlangt mehr als nur eine sichere Hand und Augenmaß", betonen die Meister. Sie berichten von einem 30-Meter-Gerüst, mit dem sie ein Mehrfamilienhaus in Wiesbaden für die Fassadengestaltung vorbereitet haben. Auch für die Innenarbeiten einer Limburger Kirche war ein Gschwandtner Gerüst Voraussetzung.

Der vorhandene Kundenstamm hat den Existenzgründern bei ihrem Start geholfen. Dass der gute Name Gschwandtner bei den Kunden nicht an Klang verliert, müssen die Meisterbrüder mit solider Arbeit weiter unter Beweis stellen. Mit dem Meisterbrief sind Christian, der in der Freizeit in der freiwilligen Feuerwehr Feldkirchen aktiv ist, und Alexander, der Showtanz betreibt, jedoch bestens gerüstet.

Handwerk Special 137 vom 06. März 2010, Seite 9

 
 

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