06. März 2010
- 1: Titel HS 137
- 2: Inhalt
- 3: Meisterbefragung
- 4: HwK - Bildung
- 5: Jahrgangsbeste I
- 6: Jahrgangsbeste II
- 7: Jahrgangsbeste III
- 8: Jahrgangsbeste IV
- 9: Maler und Lackierer
- 10: Anzeigen
- 11: Fleischer
- 12: Osterwerkstatt
- 13: Bäcker
- 14: Wohnen gestalten
- 15: Landmaschinen
- 16: Anzeigen
- 17: Holzbau
- 18: Anzeigen
- 19: Meistergeschichten
- 20: Existenzgründer
- 21: Kachelofenbau
- 23: Pinnwand
- 24: Anzeige
Liebesglück dank Meister
Für Kfz-Technikermeis-terin Julia Yvonne Dung aus Wachtberg-Villip bei Meckenheim läuft alles rund.
Sie traf im Meisterkurs bei der Handwerkskammer Koblenz ihre Liebe und hat mit dem Meisterbrief eine solide Basis für ihre berufliche Zukunft geschaffen.
„Zunächst sah der Berufsstart gar nicht so rosig aus", erzählt die 23-Jährige. „Ich wollte handwerklich arbeiten, etwas mit Technik machen und körperlich aktiv sein. Vielleicht habe ich die entsprechenden Gene. Mein Vater ist Kachelofen- und Luftheizungsbauer, mein Opa Hufschmied und meine Mutter Fotolaborantin. Nach der Schule habe ich 300 Bewerbungen ohne Erfolg geschrieben."
„Nichts für Mädchen, Frauen bringen Unruhe in die Werkstatt, keine räumlich-sanitären Voraussetzungen", lauteten einige Ablehnungsgründe, oft hörte die Schülerin nichts mehr. Schließlich begann sie die Kfz-Mechatronikerlehre beim damaligen Bundesgrenzschutz in St. Augustin und beendete sie bei der Bundespolizei. Hier wurde sie nach der Lehre übernommen. „Man muss sich den Respekt der überwiegend männlichen Kollegen schon erarbeiten. Dann bleibt der Beifall aber nicht aus", weiß sie.
Die Meisterschule hat sie „aus persönlichem Ehrgeiz", „ich wollte es den Männern noch einmal beweisen" und um beruflich „bestmöglich qualifiziert" zu sein, besucht. „Von der Meisterakademie der HwK Koblenz wurde ich sehr gut beraten", begründet sie ihre Wahl für Koblenz. Eine gute Wahl im doppelten Sinne: Hier begegnete sie Karsten Knobloch. Beide bereiteten sich von nun an gemeinsam auf die Meisterprüfung vor.
Inzwischen leben die beiden Jungmeister zusammen. Beruflich gehen sie getrennte Wege. Während Karsten bei der Firma Auto-Teile-Unger in Bonn-Beul beschäftigt ist, arbeitet Julia als Fachkraft für Führungs- und Einsatzmittel bei der Bundespolizei. Unter anderem unterstützt sie hier die stete Fahrbereitschaft der 2. Hundertschaft. Privat entspannt die junge Kfz-Technikermeisterin auf dem Rücken ihrer beiden Pferde.
Handwerk Special 137 vom 06. März 2010, Seite 22
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