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Meister! Junge Metall-Generation

Sie setzt die berufliche Tradition der Familie Ahlgrimm aus Steinsberg fort. Kerstin Ahlgrimm ist Metallbauermeisterin wie ihr Vater Friedrich und ihr fünf Jahre älterer Bruder Peter. Sie ist eine der jüngsten Meister, die jetzt ihren Meisterbrief erhalten.

„Ich wollte möglichst schnell die Meisterschule besuchen, weil mein bis dato erworbenes Wissen noch so frisch war. Jetzt brauche ich berufliche Praxis", betont die 21-Jährige.

„Weil es im Handwerksbetrieb mit einer Lehre nicht geklappt hat, habe ich Industriemechaniker bei der Firma Passavant-Geiger in Aarbergen bei Wiesbaden gelernt. Da bin ich auch heute noch beschäftigt. Die Programmierung von Plasmaanlagen gehört zu meinem Aufgabengebiet", erzählt Kerstin Ahlgrimm. „Langsam werde ich an Meisteraufgaben herangeführt. Im Meisterbüro sitze ich bereits", schmunzelt sie. Berührung zur Handwerkskammer Koblenz hatte sie allerdings bereits als Lehrling. 2008 qualifizierte sie sich parallel zur Lehre zum Betriebsassistenten im Handwerk. Teile III und IV der Meisterprüfung konnte sie damit bereits nachweisen.

Im elterlichen Betrieb wollte Kerstin nicht lernen, sondern sich betriebsfremde Luft um die Nase wehen lassen. Das Metallbauunternehmen Ahlgrimm hatte vor Jahren mit dem Bau eines gläsernen Sarkophags für den neuen Maybach von Daimler-Chrysler Schlagzeilen gemacht. Darin wurde das über 300.000 Euro teure Luxusauto von Europa in die USA gebracht – zu Wasser und in der Luft. Später kann sich die Jungmeisterin Kerstin vorstellen, in das Metallbauunternehmen zurückzukehren und zusammen mit Vater und Bruder im Team zu arbeiten. „Wir haben mehrere Meister, darunter Schlosser, Heizungsbauer, Elektriker", erzählt sie. Ihr Nahziel ist jetzt erst einmal die Qualifikation zum Schweißfachmann bei der HwK.

... und Anmeldung zu allen Meisterkursen, Tel.: 0261/ 398-415, E-Mail: meister@hwk-koblenz.de

Handwerk Special 137 vom 06. März 2010, Seite 21

 
 

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