06. März 2010
- 1: Titel HS 137
- 2: Inhalt
- 3: Meisterbefragung
- 4: HwK - Bildung
- 5: Jahrgangsbeste I
- 6: Jahrgangsbeste II
- 7: Jahrgangsbeste III
- 8: Jahrgangsbeste IV
- 9: Maler und Lackierer
- 10: Anzeigen
- 11: Fleischer
- 12: Osterwerkstatt
- 13: Bäcker
- 14: Wohnen gestalten
- 15: Landmaschinen
- 16: Anzeigen
- 17: Holzbau
- 18: Anzeigen
- 20: Existenzgründer
- 21: Kachelofenbau
- 22: Junge Seite
- 23: Pinnwand
- 24: Anzeige
Neugierig auf Neues
Ein Wiedersehen mit Felicitas Meyer, geborene von Eyss
Genau fünf Jahre ist es her, dass Handwerk Special die Gas- und Wasserinstallateurin Felicitas von Eyss kennenlernte. Die damals 19-Jährige aus Bad Salzig zierte mit Nora Ritschke das Titelbild der 104. Ausgabe unseres Magazins. 33 Ausgaben später finden wir sie rund 470 km weiter südlich in Geroldswil im Kanton Zürich.
Das sei doch nichts für Mädchen, hätten ihre Eltern zu ihrer Lehre bei Sanitär- und Heizungsbau Wilhelm Schüller in Rhens gesagt, erzählte sie 2005. Die Skepsis habe sich schnell in Stolz gewandelt – zu Recht, denn seit Sommer 2008 ist die vormals jahrgangsbeste Gesellin der Innung auch Installateur- und Heizungsbauermeisterin.
„Der Meisterbrief bringt nicht nur etwas, wenn man einen Betrieb übernehmen oder in die Fußstapfen der Eltern treten möchte. Ich habe den Meisterkurs in erster Linie belegt, um etwas für mich selbst, für mein Wissen und Können zu tun", erzählt die Wahlschweizerin. Über zwei Jahre den Spagat zwischen Teilzeitunterricht und Beruf zu meistern, sei eine echte Herausforderung gewesen, aber „die hat mir auch sehr viel Spaß gemacht".
Vom Mittelrheintal in die Schweizer Berge
Im September 2008 ist Felicitas in die Schweiz ausgewandert: „Mein Hauptbeweggrund war der finanzielle Aspekt." Aber neben dem höheren Verdienst habe sie die Auslandserfahrung selbst gereizt, aber auch „etwas Neues zu sehen, Wissen anzuwenden und zu erleben, wie unsere Nachbarländer arbeiten".
Die Jungmeisterin fand eine Anstellung in einem 45 Mann starken Sanitärbetrieb, für den sie die komplette Kalkulation und die Rechnungskontrolle übernahm. Geplant war die Alpentour für zwei Jahre. „Wie das Leben so spielt, kommt es immer anders, als man denkt. Auf meiner Arbeit habe ich meinen jetzigen Ehemann Daniel, einen Schweizer, kennengelernt. Im September letzten Jahres haben wir geheiratet und erwarten Ende März unser eigenes 'Meisterstück'", freut sich Felicitas Meyer. „So werde ich wohl erstmal in der Schweiz bleiben und mich nach der dreimonatigen Babypause wieder in Teilzeit an die Arbeit begeben. Mein Wunschtraum für die Zukunft ist, hier als Ausbilderin im Sanitärbereich tätig zu werden."
Handwerk Special 137 vom 06. März 2010, Seite 19
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