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Meister! Gut gerüstet nach Luxemburg

„Als ich am ersten Tag in der Meisterklasse saß, glaubten zwei männliche Teilnehmer, sich in der Tür geirrt zu haben", erinnert sich Gerüstbauermeisterin Jeanette Spanier.

So begann für sie die Fortbildung bei der Handwerkskammer Koblenz. Diese Zeiten gehören der Vergangenheit an. Heute ist die 25-Jährige aus Longuich bei Trier Geschäftsführerin der Gerüstbaufirma Spanier & Wiedemann S.à.r.l. in Wasserbillig/Luxemburg. Zwölf Männer hören auf ihr Kommando. „Ich organisiere und koordiniere die Abläufe in erster Linie vom Büro aus", sagt sie, „ich weiß aber sehr wohl, wie es auf der Baustelle aussieht und war oft beim Gerüstbau vor Ort. Jede Einrüstung muss maßgeschneidert und vor allem sicher sein."

Nach der Realschule hat Jeanette Spanier zunächst eine Ausbildung zur pharmazeutisch-kaufmännischen Angestellten absolviert. „Ich bin zwar im väterlichen Gerüstbauunternehmen groß geworden, aber gleich beruflich einsteigen wollte ich nicht", erzählt sie. Später entschloss sie sich doch dazu. „Die Arbeit hat mich schon immer fasziniert", bekennt sie. Jeanette qualifizierte sich zur Betriebswirtin des Handwerks und besuchte mehrere praktische Kurse. Als Krönung sieht sie die Meisterprüfung im Gerüstbauerhandwerk. „Obwohl mein Vater Hermann Spanier, Geschäftsführer der Firma Spanier & Wiedemann KG in Longuich, selbst kein Meister ist, hat er mir dazu geraten", betont sie. „Die Anforderungen an ein Gerüst sind vielfältig. Das verlangt vom Gerüstbauer mehr als eine sichere Hand und Augenmaß." Im Meisterkurs hat Jeanette Spanier ein gutes Rüstzeug für ihre berufliche Zukunft erworben.

... und Anmeldung zu allen Meisterkursen, Tel.: 0261/ 398-415, E-Mail: meister@hwk-koblenz.de

Handwerk Special 137 vom 06. März 2010, Seite 19

 
 

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