06. März 2010
- 1: Titel HS 137
- 2: Inhalt
- 3: Meisterbefragung
- 4: HwK - Bildung
- 5: Jahrgangsbeste I
- 6: Jahrgangsbeste II
- 7: Jahrgangsbeste III
- 8: Jahrgangsbeste IV
- 9: Maler und Lackierer
- 10: Anzeigen
- 11: Fleischer
- 12: Osterwerkstatt
- 13: Bäcker
- 14: Wohnen gestalten
- 16: Anzeigen
- 17: Holzbau
- 18: Anzeigen
- 19: Meistergeschichten
- 20: Existenzgründer
- 21: Kachelofenbau
- 22: Junge Seite
- 23: Pinnwand
- 24: Anzeige
Aus Schmiede wird Hightechbetrieb
Mittelständischer Betrieb im Landkreis Altenkirchen setzt auf drei Standbeine
Wenn ein Notruf vom Acker kommt, ist das Team um Ingenieur Rolf Buchen, Landmaschinenmechaniker und Inhaber vom Haus der Landtechnik in Wissen zur Stelle. Ein 24-Stunden-Service garantiert, dass die Maschinen schnell wieder laufen.
Die Landmaschinenmechaniker kennen das komplizierte Innenleben von Ernte- und Bodenbearbeitungsgeräten, Traktoren und Mähdreschern genau. Die Zeiten, wo im „Märzen der Bauer sein Rösslein einspannt", wie im Kinderlied besungen, sind vorbei. „Heute ist Fachwissen über Hydraulik und Pneumatik gefragt", so Rolf Buchen, der den Betrieb in dritter Generation führt. Das Haus der Landtechnik bietet die gesamte Palette von John-Deere-Produkten, Landtechnik, Kommunaltechnik, Forsttechnik und vieles mehr. „Nach Kundenwunsch fertigen wir zu den Traktoren Anbaugeräte und Zubehör in handwerklicher Perfektion. Die Verbindung von Handel und Handwerk ist unsere Stärke", weiß der 53-Jährige.
Seit 1903 gibt es die Firma Buchen in Wissen. Friedrich Richard Buchen legte mit Schmiede und Schlosserei den Grundstein für das Familienunternehmen. Kunden waren die Bauern aus der Region. Hufeisen und Pflugscharen standen in der Werkstatt. 60 Jahre später kamen die ersten Traktoren nach Wissen. Der heutige Firmenchef verfolgte die Veränderungen in der Landwirtschaft. Neben den landwirtschaftlichen Maschinen und Schleppern wurde der Verkauf, die Installation und Wartung von hochmodernen Melk- und Kühlanlagen zum zweiten Standbein. Das Angebot umfasst Einmelkanlagen ebenso wie Großmelkanlagen (Karussell) und Melkroboter. Bereits 1980 wurde der Stahlbau und somit das dritte Standbein fosiert. Geländer in Stahl, Edelstahl und Aluminium gehören mit zur Angebotspalette. „Unsere Stahlkonstruktionen für Datenschutzräume findet man weltweit, von Dubai bis Moskau", erklärt Buchen.
Gute Zusammenarbeit mit HwK
Die Auftragslage hat den Stahlbau mit Sonderanfertigungen mittlerweile in den Vordergrund rücken lassen. „Man gibt sich dran an die Aufträge", sagt Rolf Buchen. Er nennt als Beispiel ein 600 Meter langes Edelstahlgeländer in Wesel/Niederrhein oder eine Fußgängerbrücke mit 26 Meter Spannweite im Bergischen Land. „Unser Betrieb hat die schweißtechnische Zulassung nach DIN 18800, die zur Ausführung bestimmter Schweißarbeiten berechtigt. Die Mitarbeiter legen regelmäßig die entsprechenden Schweißprüfungen bei der Handwerkskammer Koblenz ab", erläutert Buchen, selbst Schweißfachmann. Er lobt die gute Zusammenarbeit mit der Schweißtechnischen Lehranstalt der HwK.
„Unser mittelständischer Betrieb ist breit aufgestellt. Der Name Buchen hat in der Landtechnik, Kältetechnik und im Stahlbau einen guten Klang. Wir haben auch wirtschaftlich schwierigere Zeiten deshalb gut gemeistert", ist Buchen überzeugt.
Steckbrief: Haus der Landtechnik, Wissen
Gegr. 1903 | 18 Mitarbeiter (6 Lehrlinge) | Landtechnik, Kältetechnik, Stahlbau | Tel.: 02742/ 4015 | www.landtechnik-buchen.de
Handwerk Special 137 vom 06. März 2010, Seite 15
Seitenanfang