06. März 2010
- 1: Titel HS 137
- 2: Inhalt
- 3: Meisterbefragung
- 4: HwK - Bildung
- 5: Jahrgangsbeste I
- 6: Jahrgangsbeste II
- 7: Jahrgangsbeste III
- 8: Jahrgangsbeste IV
- 9: Maler und Lackierer
- 10: Anzeigen
- 11: Fleischer
- 12: Osterwerkstatt
- 14: Wohnen gestalten
- 15: Landmaschinen
- 16: Anzeigen
- 17: Holzbau
- 18: Anzeigen
- 19: Meistergeschichten
- 20: Existenzgründer
- 21: Kachelofenbau
- 22: Junge Seite
- 23: Pinnwand
- 24: Anzeige
Startklar zum Mittelrhein Marathon
Bäckerei Krämer aus Koblenz-Arenberg startet für das Handwerk
„Wir laufen beim Mittelrhein Marathon den Teamwettbewerb. Unser Berufszweig ist in der Öffentlichkeit oft nicht genügend repräsentiert", so Bäckermeister und Konditor Horst Dieter Krämer aus Koblenz-Arenberg.
„Ein sportliches Highlight mit großer Handwerkerbeteiligung trägt mit dazu bei, das positiv zu beeinflussen. Als Handwerker gemeinsam an den Start zu gehen, finde ich toll. Durch solche Aktionen rückt das Handwerk auch in das Blickfeld der Bevölkerung", betont der 53-Jährige.
„Meine Frau Susanne und zwei Mitarbeiterinnen aus dem Verkauf bilden mit mir das Laufteam", erklärt er die Mannschaftsaufstellung. Motivieren muss der Handwerksmeister seine Mitstreiter nicht allzu sehr. Alle sind bereits Läufer. Horst Dieter Krämer ist schon fünf Marathons gelaufen, seine Frau ist ähnlich aktiv. Trainiert wird einzeln und im Team, mindestens dreimal die Woche. Das Laufband macht Training auch bei Schneeverwehung und Glätte möglich. „Man kann nirgendwo besser entspannen als beim Laufen", so sein Plädoyer für diesen Sport.
Im Rahmen der „Morgen Meister!"-Kampagne beteiligen sich erstmalig die vier Handwerkskammern in Rheinland-Pfalz als Titelsponsor beim Team-Marathon des Mittelrhein Marathons. Ob Marathon-, Halbmarathon- oder 10-km-Distanz, ob Laufen, Inline-Skaten, Walking oder Nordic Walking – für jeden Handwerker aus Rheinland-Pfalz ist das Passende dabei.
Erkennungszeichen zweimal klopfen
Horst Dieter Krämer führt die Bäckerei in der sechsten Generation. Seit 1898 ist sie in Familienbesitz. 1.000 Brötchen und 80 bis 100 Brote gehen täglich über die Ladentheke. Hinzu kommen Feingebäck wie Croissants, Schokobrötchen, Plunder- oder Blätterteiggebäck. „Die Öfen sind immer befüllt", lacht er. Technisch ist der Familienbetrieb auf dem neusten Stand. Computergesteuerte Gärschränke und Öfen regeln den Gär- und Backvorgang. Trotzdem muss der Bäcker das Produkt kontrollieren. „Man nimmt das Brot aus dem Ofen und klopft zweimal drauf. Wenn es hohl klingt, ist es ausgebacken", verrät der Meister. „Auch die Gärzeiten variieren je nach Außentemperatur und müssen überwacht werden", so seine Erfahrung
Fastenbrot zur Fastenzeit
„Wir arbeiten sehr traditionell und verwenden zu 90 Prozent Originalrezepte der Vorfahren. So haben wir unseren eigenen Stempel. Die Lauge für das Laugengebäck wird noch selbst angesetzt und die Croissants von Hand gewickelt. Fertige Mischungen gibt es nicht", betont der Bäckermeister. Zahlreiche Produkte tragen die persönliche Handschrift von Horst Dieter Krämer. So gibt es zur Fastenzeit ein speziell dafür kreiertes Fastenbrot. „Es ist ein Dinkelvollkornbrot mit gekeimten Dinkelsprossen, sehr leicht und bekömmlich", erklärt Krämer. Er verweist darauf, dass das Mehl für all seine Erzeugnisse aus einer regionalen Mühle stammt. In der Bäckerei Krämer laufen alle Arbeitsabläufe bestens ineinander. Das harmonische Laufen setzen der Bäckermeister und sein Team in der Freizeit fort.
Steckbrief: Bäckerei Krämer, Ko-Arenberg
Gegr. 1898 | 4 Mitarb. (1 Meister) | Fastenbrot, Backen nach traditionellen Rezepten | Tel.: 0261/ 61038 | E-Mail: baecker-horst@gmx.de
Handwerk Special 137 vom 06. März 2010, Seite 13
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