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Meister! Brüder starten im Ausland

„Es war immer unser Wunsch, im Ausland zu arbeiten", so Dominic Rosenau aus Lorch. Der Kraftfahrzeugtechnikermeister hat kürzlich in Tripolis, der Hauptstadt Libyens, eine Stelle als Mechatroniker für Baumaschinen angetreten.

Seinen Meisterbrief kann er deshalb nicht persönlich in Empfang nehmen. Bruder Daniel, der zeitgleich mit ihm den Meisterbrief als Elektrotechniker erwarb, ist bereits als Bauführer in Singapur tätig. „Schade, dass wir an der Meisterfeier der Handwerkskammer Koblenz nicht teilnehmen können, aber der Job geht vor", so Dominic, der Ältere der Rosenau-Brüder.Gelernt hat Dominic Rosenau im Autohaus Marner in Naststätten. „Die HwK kenne ich von den Überbetrieblichen Lehrgängen. Mein Bruder hat bei der BASF in Ludwigshafen seine Lehre gemacht. Wir wollten beide den Meisterbrief in Vollzeit erwerben und haben uns im Internet über die Angebote informiert. Die Kammer Koblenz war erste Wahl", erzählt er.

Die Liebe zu fernen Ländern ist den Brüdern im wahrsten Sinne des Wortes in die Wiege gelegt. Beide sind in Libyen geboren, haben in Nigeria Kindergarten und Schule besucht. „Unser Vater ist Maurermeister und hat beruflich oft im Ausland gearbeitet", erklärt Rosenau den ungewöhnlichen Lebenslauf. Obwohl die Familie seit Jahren wieder in Deutschland lebt, blieb das Fernweh. Als das Angebot von Firmen für einen Auslandseinsatz kam, griffen die Jungmeister direkt zu. „Mein Vater geht mit mir nach Libyen, wenn auch aus Altersgründen nur bis zum Jahresende", so Dominic. Er ist überzeugt, als deutscher Meister in der Welt zu bestehen. „Deutsche Wertarbeit zählt", weiß er.

... und Anmeldung zu allen Meisterkursen, Tel.: 0261/ 398-415, E-Mail: meister@hwk-koblenz.de

Handwerk Special 137 vom 06. März 2010, Seite 11

 
 

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